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Reiseinfos Kapstadt: Stadt der Gegensätze

Kapstadt ist eine traumhafte Stadt am Süd-West Zipfel Afrikas. Der Anblick des Tafelbergs in Kombination mit dem strahlend blauen Atlantik lässt Touristen-Herzen höher schlagen. Die Stadt bietet dem Besucher zahlreiche Vergnügungsmöglichkeiten.

Von Svenja Schierer

Die zahlreichen Strände laden zum Verweilen ein, danach kann man es sich in einem der vielen verschiedenen Restaurants schmecken lassen, um den Abend in einer der Kneipen oder Clubs auf der Long Street ausklingen zu lassen.

Wetter

Auch das Wetter lässt in Kapstadt keine Wünsche übrig. Im Sommer von Dezember bis März werden 30 Grad regelmäßig überschritten, aber der „Cape Doctor“ lässt es erträglich sein. Der bekannte „Cape Doctor“ ist ein süd-östlicher Wind, der dem Tafelberg das bekannte Tafeltuch aus Wolken auflegt. Der Wind fegt durch die Innenstadt und reinigt die Luft vom Smog, daher auch der Name Doktor. Im April und Mai bleibt das Wetter noch gut und der Wind schwächt sich deutlich ab. . Von September bis November ist das Wetter schwer vorhersagbar. Es reicht von heißen Tagen bis zu Tagen in denen der Wind nur so durch die Straßen fegt. Im Winter von Juni bis August liegen die Temperaturen zwischen sieben und 18 Grad und das Wetter ist unbeständig. An manchen Tagen gibt es bereits wunderbare sonnige Tage, und an anderen wieder extrem graue und regnerische.

Flüge

Lufthansa und South African Airways bieten tägliche direkt Flüge nach Kapstadt. Die Preise schwanken je nach Saison sehr stark. Im Hauptreisezeitraum im Dezember kostet ein Ticket 690 Euro zuzüglich Steuern und Gebühren.Um bei einer der verschiedenen Shopping-Malls einkaufen zu können, müssen erst die Euro in südafrikanische Rand getauscht werden. Der Umtauschwert liegt ungefähr bei 1 Euro = 7,50 südafrikanische Rand.

Hotels

Kapstadt bietet seinen Besuchern eine Vielzahl von wunderschön gelegenen Hotels. Von traditionsreichen Häusern mit Blick auf den Tafelberg bis zu Luxushotelketten mit Aussicht auf den Atlantik. Luxushotels haben Hochkonjunktur in der Stadt mit dem wohl schönsten Panorama der Welt. Die Touristenströme werden nicht weniger und gerade im südafrikanischen Sommer - von Dezember bis März - tummeln sich viele Europäer in der Metropole. Auch für den kleineren Geldbeutel bietet die Stadt am Kap zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten. In der Long Street - der In-Straße Kapstadts - reihen sich die preisgünstigen Backpacker Hotels aneinander.

Das

Cape Grace

gilt als eines der besten Hotels Kapstadts und ist eines der "Leading Small Hotels of the World". Sehr stilvoll in das Ambiente der Waterfront eingebettet, bieten die Luxus-Zimmer entweder ein traumhaftes Panorama mit dem Tafelberg im Mittelpunkt oder eine wunderschöne Aussicht über die Tafelbucht. Eine Übernachtung in einem Doppel Standard-Zimmer in der Hauptsaison (Januar-März) kostet 600 Euro inklusive Frühstück. www.grace.co.za

Das

Mount Nelson Hotel

zu Füßen des Tafelberges ist das traditionsreichste der Stadt. Das 100 Jahre alte Nobelhotel liegt in einer wunderschönen Parkanlage und beherbergt regelmäßig internationale Polit-Prominenz. Das Interieur ist im englischen Stil gehalten. Täglich wird zwischen 14.30 und 17.30 der berühmte und prämierte "Afternoon Tea" serviert. Für unter 20 Euro kann man sich an dem Büffet mit warmen und kalten Speisen bedienen. Dazu werden hervorragende Teespezialitäten gereicht und man kann der Pianomusik lauschen. In der Hauptsaison im März kann man ab 500 Euro in einem der Luxusdoppelzimmer übernachten und am nächsten morgen ausgiebig frühstücken. www.mountnelsonhotel.orient-express.com

In der Glasfassade des

Arabella Sheraton Grand Hotel

spiegelt sich die Waterfront und der Signal Hill wider. Die Lage des Hotels der Sheraton-Gruppe im Convention Centre zwischen der Long Street und der Waterfront ist ideal für Besichtigungen der verschiedenen Sehenswürdigkeiten Kapstadts. Die 483 Zimmer bieten fast alle einen atemberaubenden, raumhohen Ausblick auf die Traumstadt. In der Dach-Etage befindet sich ein hervorragender Fitness- und Spabereich. Für 350 Euro inklusive Frühstück kann man es sich in dem Luxushotel in einem Doppelzimmer gut gehen lassen. www.arabellasheraton.com

Die explizite Lage des

Radisson SAS Hotel Waterfront

direkt an der Tafelbucht ermöglicht es den Urlaubern auf schnellem Weg zur Waterfront zu kommen und das Stadtzentrum und die Strände sind auch schnell erreichbar. Ein Shuttle-Service pendelt zwischen dem Hotel und der lebhaften Waterfront. Für den Übernachtungspreis von 250 Euro kann man in der Hochsaison den Blick aus einem Doppel-Standard-Zimmer genießen und sich am nächsten Morgen beim reichhaltigen Frühstücksbüffet bedienen. www.capetown.radissonsas.com

Etwas preisgünstiger kann man im

Southern Sun Cullinan Hotel

nächtigen. Die Sehenswürdigkeiten Kapstadts sind alle zu Fuß zu erreichen und man hat einen traumhaften Blick auf den Tafelberg und auf den Atlantik. Die Einrichtung des Hotels zeugt von Stil und Eleganz. Bereits im Foyer erwarten den Besucher Marmor und stilvolle Möbel. In einem Doppelzimmer kann man für 220 Euro inklusive Frühstück übernachten. www.southernsun.com

Am oberen Ende der Long Street befindet sich die

Cat & Moose Backpackers Lodge

. Die Lodge ist in einem historischen orange-gestrichenen Gebäude in der Nähe vieler Bars und Clubs untergebracht. Auf dem Balkon kann man sich bei einem Bier auf den weiteren Abend auf der Long Street einstimmen. Das Hostel ist die ganze Woche über 24 Stunden geöffnet. Es gibt Schlafplätze in Mehrbettzimmern bereits für zehn Euro die Nacht, aber auch Doppelzimmer ab 25 Euro pro Nacht. www.catandmoose.co.za

Essen und Trinken

Kapstadt gilt als kulinarische Hauptstadt Südafrikas. Nicht nur heimische Restaurants haben ihren Platz in Kapstadt, sondern auch die internationale Küche hat sich am Kap niedergelassen. Jede der unterschiedlichen Kulturen Südafrikas hat spezielle Gerichte und Gewürze, die sich in den verschiedenen Restaurants der Stadt wieder finden. Die "Kapmalayische Küche" ist eine Mischung aus holländischen Gerichten verfeinert mit ostindischen Gewürzen, die Briten steuerten Roastbeef, Puddings und den "High Tea" bei. Die Hugenotten gaben dem Essen Raffinesse und die Siedler, die an lang haltbarem Reiseproviant interessiert waren, erfanden den "Biltong", luftgetrocknetes Fleisch vom Rind, Wild oder Strauß. Fisch gilt am Kap als besondere Spezialität und wird in den verschiedensten Varianten angeboten. Die Fische stammen alle aus heimischen Gewässern. Selbstverständlich sind die Weinkarten der Restaurants am Kap besonders lang. Schließlich gilt Südafrika weltweit als ein hervorragendes Weinanbaugebiet.

Das

Arnold's

in der Kloof Street ist bekannt für das gute Frühstück und die gemütlichen Abende, die man dort verbringen kann. Bei schönem Wetter bieten sich die Holzbänke draußen an, von denen aus man den Tafelberg im Blick hat. Das Personal ist immer sehr freundlich und der österreichische Inhaber weiß wie man die Leute in ein Lokal lockt. Mit flotten Sprüchen versucht er Passanten einen Besuch im Arnold's ans Herz zu legen. Besonders lecker ist der Salat mit Roquefort, Ananas, Geflügelstreifen und Currysauce. Hauptgerichte gibt es bereits ab sieben Euro.

Emily's Bistro

hat zwei Restaurants an der Waterfront. Eines der beiden hat seinen Platz in der Mall am Clock Tower. Dort werden kap-holländische Gerichte von einem der besten Köche der Stadt zubereitet. Der andere Teil des Emily's befindet sich im Clock Tower. Bänke und Tische stehen direkt am Wasser und laden bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Mit Blick auf den Tafelberg oder auf herumtollende Robben kann man Cocktails und kleine Snacks genießen. Die Preise für kleine Snacks fangen bereits bei drei Euro an.

Auch das

Quay Four

lädt an der Waterfront zum Verweilen ein. Es gilt als das bekannteste und preiswerteste Seafood-Restaurant. Insbesondere abends ist es immer gut gefüllt und man kann auf einen Sitzplatz schon mal einige Zeit warten. Das Warten lohnt sich auf alle Fälle, denn von den Holzbänken und -tischen hat man einen tollen Blick auf den Hafen und das bunte Treiben an der Waterfront. Für unter zehn Euro bekommt man ein reichhaltiges Fischgericht.

Das

Long Street Cafe

befindet sich, wie der Name schon sagt, in der belebten Long Street in einem Art-Deco Haus. Das Restaurant hat die Raucher- und Nichtraucherbereiche strikt durch eine Glaswand getrennt. Weltweite Sportevents werden rund um die Uhr auf einer Leinwand gezeigt. Die Karte reicht von kleinen Snacks über Salate, Wraps und Pizzen, bei denen man die Zutaten einzeln aussuchen kann. Sehr zu empfehlen ist der sehr scharfe Thai Style Chicken Wrap. Insbesondere abends ist das Long Street Café immer bis auf den letzten Platz besetzt. Sowohl Touristen wie auch Einheimische lassen sich die leckeren Cocktails schmecken. Ab drei Euro bekommt man bereits eine schmackhafte Vorspeise und für eine Hauptspeise muss man zwischen fünf und zehn Euro auf den Tisch legen.

Im

La Med

zwischen Clifton und Camps Bay herrscht insbesondere am Wochenende bei Live-Musik Hochstimmung. Vom Restaurant aus hat meinen eine grandiose Aussicht auf den Ozean und Blick auf die Berge. Das La Med ist berühmt für seine "Sundowner", die Getränke die man beim Gucken des Sonnenuntergangs zu sich nimmt. Bei der großen Cocktailkarte fällt die Auswahl schwer. Auch die Menükarte hat einiges zu bieten, insbesondere sind die Salate und Gourmet-Pizzen zu empfehlen. www.lamed.co.za

Das Kapstädter Pendant zu Starbucks

Vida e Caffé

lockt insbesondere in der Kloof Street viele Geschäftsleute und Models an. Ob ein Café Latte zum Mitnehmen, ein frisch gepresster Orangensaft oder doch ein Brötchen mit Mozzarella und Lachs, die freundlichen Servicekräfte zaubern alles wieselflink zu. Mit Blick auf den Tafelberg kann man sich vor dem Café hinsetzen und das geschäftige Treiben beobachten. Zwei weitere Filialen findet man am Tulbagh Square im City Bowl oder an der Waterfront. Für knapp über einen Euro kann man sich den Café Latte bereits schmecken lassen.

Nachtleben

Das Nachtleben von Kapstadt ist einzigartig mit diversen relaxten Kneipen und eleganten Szene-Clubs. In der Long Street reiht sich ein Bar an die nächste. Oft wird Live-Musik geboten und auf den Balkonen hat man einen einen guten Ausblick auf die party-wütige Meute.

Im

Jo'burg

wird es kuschelig, da es immer gut gefüllt und extrem eng ist. Es bietet zwei Tanzflächen und am hinteren Ende der Kneipe kann man auch noch Pool spielen. Die Musik reicht von R&B über Mainstream bis hin zum Techno.

Ein Stück weiter die Long Street hinunter im

Zula

tummeln sich die Nachtschwärmer auf dem Balkon und vor der Bühne, auf der regelmäßig Live-Musik dargeboten wird. Die Servicekräfte sind sehr flink und schlängeln sich geschickt durch das Gedränge.

Das

Miam, Miam

ist eine der Neuheiten auf der Long Street. Nur ein schmaler Eingang weist auf diesen Club hin. Im Innenhof befindet sich dann das Party-Epizentrum des Clubs. Die bequeme Sitzecke weicht am Wochenende der Tanzfläche und auch draußen im Hof wird bei den richtigen Temperaturen das Tanzbein geschwungen.

Das

Marvel

gilt als eine der besten Bars Kapstadts. Auch während der Woche legen angesagte DJ's in diesem sehr kleinen und engen Club auf.

Als die stilvollste Party-Location gilt das

Rhodes House

am Company's Garden. Der Club breitet sich über die einzelnen Etagen des alt ehrwürdigen Hauses aus. Das wunderschön ausgestattete Haus verfügt über eine Cocktail Lounge und verschiedene Tanzräumlichkeiten.

Shopping

Auch wenn man nicht unbedingt nach Kapstadt reist, um dort einzukaufen, lohnt es sich in eine der Malls zu fahren oder einen der Märkte zu besuchen. Auf den Märkten und bei den Straßenständen muss man unbedingt handeln. Das erste Angebot liegt oft doppelt so hoch wie der eigentliche Wert der Ware. In der Regel sind die Geschäfte an der Waterfront und in den Malls so teuer wie auch in Europa insbesondere bei importierter Ware aus Europa und den USA.

An der

Waterfront

tummeln sich insbesondere Touristen, da sich dort viele erstklassige Hotels befinden. Man findet Geschäfte aller bekannten Modeketten, außerdem haben sich südafrikanische Modedesigner in der eleganten Einkaufspassage etabliert. In dem Komplex findet man außerdem viele Restaurants und auch zwei moderne Kinos. Die Waterfront soll als Ganztages-Erlebnis betrachtet werden, daher sind die Geschäfte auch täglich von 9 -21 Uhr geöffnet. Sonntags finden auf der Openair Bühne kostenlose Konzerte statt. Sie sind immer gut besucht und die Zuschauer genießen die Musik direkt am Wasser und den Blick auf den mächtigen Tafelberg.

In über 400 Geschäften im

Canal Walk

gibt es alles was das Shopping-Herz begehrt. Die Mall gilt als eines der größten Einkaufszentren Afrikas. Die Mall befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt, ist aber mit dem Auto in gut 15 Minuten zu erreichen. In der Shopping-Mall gibt es über 50 Restaurants und 18 Kinosäle. Diese Vielfalt zieht insbesondere am Wochenende ganze Familien an, um dort womöglich den gesamten Sonntag zu verbringen.

Im City Bowl ist die

Long Street

die beliebteste Einkaufsstraße. Entlang der Straße befinden sich verstaubte Buchläden und interessante Antiquitätengeschäfte. Für einen erfrischenden Zwischenstopp beim Einkaufsbummel laden immer wieder kleine Restaurants und Bistros zum Verweilen ein. Ab Samstag 14h ist die Innenstadt aber leider so gut wie tot. Die Läden haben geschlossen und die meisten Leute befinden sich entweder am Strand oder in einer der klimatisierten Malls.

Auf dem

Greenmarket Square

können Touristen Souvenirs für die Daheimgebliebenen erstehen. Von riesigen Giraffen, über afrikanisch bedruckte Kissenbezüge bis zu wunderschönen Holzschalen, kann der gewiefte Händler einige Schnäppchen erstehen. Von Montags bis Samstags hat der Greenmarket von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Rundum den Markt befinden sich kleine Cafés von denen man das bunte Treiben gut beobachten kann.

Der

Green Point Market

findet immer sonntags von 8.30 bis 18 Uhr am Green Point Stadium in der Nähe der Waterfront statt. Der Markt ist nicht so sehr von Touristen bevölkert und die Preise sind daher noch ein wenig günstiger.

Strände

Das Strandleben gehört für die Kapstädter zum wichtigsten Pflichtprogramm der Freizeitgestaltung. Die Lage der Traumstadt auf einer Halbinsel bietet den Sonnenhungrigen eine Vielzahl von wunderschönen Stränden. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass die Wassertemperaturen auf der Atlantikseite immer deutlich kälter sind als auf der Seite der False Bay. Auf der Atlantikseite übersteigen die Temperaturen nur selten 20 Grad. An den belebten Stränden kommen regelmäßig Verkäufer mit gekühlten Getränken und Eis zu den Sonnenanbetern.

Zu den beliebtesten und schönsten Stränden zählt

Camps Bay

. Die von Palmen flankierte Victoria Road grenzt direkt an den Strand und bildet daher, genauso wie die Bergkette Twelve Apostels, einen malerischen Hintergrund. Am Strand können sie Volleyball spielen, sich der Brandung entgegenstellen oder beim Sonnenuntergang picknicken. Camps Bay gilt als der Edel - Vorort von Kapstadt. In den vielen Restaurants an der Victoria Road gilt daher auch das Motto "Sehen und Gesehen werden".

Die Strände von

Clifton

sind in vier Buchten unterteilt, die von eins bis vier durchnummeriert werden. Man muss von der Straße einige Stufen bis zu den Stränden herabsteigen und sind daher sehr gut von den teilweise starken Winden geschützt. An den Stränden eins und zwei tummeln sich vornehmlich Models und Nudisten. Am dritten Strand treffen sich vermehrt Schwule und am vierten Strand baden die Familien.

Der Strand von

Muizenberg

in der False Bay ist besonders bei Surfern beliebt. Die Wellen haben eine gute Höhe und vor Ort befinden sich auch viele Surferschulen.

Der fünf kilometerlange Strand von

Noordhoek

lädt zu langen Spaziergängen ein. Insbesondere Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner an dem Strand laufen. Auch Surfer tummeln sich hier und zwischen Juli und Oktober kann man hier auch mal Wale beobachten.

Der

Blouberg Strand

bietet wohl den bekanntesten und auch schönsten Blick auf Kapstadt. Von dem sehr langen weißen Sandstrand kann man das komplette Panorama von Kapstadt, mit den vier Bergen Devils Peak, Tafelberg, Lions Head und Signal Hill, bewundern.

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