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San Francisco: Ganz geheimes Chinatown

Kenn' ich schon, dachte ich, als mir eine Tour durch San Franciscos Chinatown angeboten wurde. Doch dann sah ich den alten Teil der Stadt, wie ihn die meisten Besucher normalerweise nicht kennenlernen. Große Überraschung!

Von Helmut Werb

Die Wette habe ich verloren. Siebenunddreißig Jahre! Und kein Jahr älter! Erst seit dem Jahr 1970 wacht das glanzvoll dekorierte Tor über San Franciscos Grant Avenue, dem Eingang zu Chinatown, neben der Golden Gate Bridge und den Cable Cars das wohl am meisten fotografierte Touristenmotiv der Stadt. Dabei wirkt das durchaus antik anzusehende Tor zu Chinatown im Zentrum der Stadt, als würde es seit Jahrhunderten Besucher der "City by the Bay" zum Kauf von kitschigen T-Shirts und gefaketen Buddha-Köpfen animieren. "Die meisten der 900 Häuser, die Chinatown ausmachen, sind älter", grinst Chian Bai, Tour-Guide für Wok Wiz Chinatown Walking Tours. "Die Chinatown Handelskammer dachte sich, das Tor würde Chinatown authentischer machen."

Als ob das nötig wäre. Chinatown gehört zu den ältesten Teilen San Franciscos, hat das große Erdbeben - und unzählige kleine - mehr oder weniger gut überstanden. Und wird jedes Jahr von Millionen Touristen überströmt (50 Prozent aller Besucher San Franciscos schauen sich Chinatown an). Die meisten sehen allerdings nur die Oberfläche: Souvenir-Shops, vollgestopft mit Tand, kitschigen Kaffeetassen und T-Shirts (ironischerweise "Made in Thailand"). So ging es mir bisher auch. Nach unzähligen Souvenirläden am laufenden Meter bog ich bisher meistens ab, um mir das hippere North Beach anzutun. Bis mir Chian Bai sein Chinatown zeigte.

Opiumhöhlen, Bordelle, Zockerbuden

Anders als andere "Kodak Points" dieser Welt ist Chinatown trotz des Nepps authentisch geblieben und bis heute, seit mehr als 160 Jahren, Anlaufstelle chinesischer Einwanderer. Im Jahr 1848 kamen mit dem Goldrausch die ersten Einwanderer aus dem asiatischen Großreich über den Pazifik, zwanzig Jahre später verlegten die unterjochten - und oft als wahrhafte Zielscheibe rassistischer Cowboys missbrauchten - Einwanderer die Schienen für die Eisenbahnen. Ende des 19. Jahrhunderts war Chinatown das geschäftigste Viertel der Stadt, mit unzähligen Opiumhöhlen, Bordellen und Zockerbuden, was einem bekanntlicherweise jeden Ort sympathisch macht.

Für viele der illegalen Immigranten war das große Erdbeben des Jahres 1906 ein Segen, denn die Katastrophe vernichtete neben den meisten Gebäuden der Stadt auch die Unterlagen für Aufenthaltsgenehmigungen und Einbürgerungsanträge, und gaben den Chinesen damit die Gelegenheit zu behaupten, sie seien in der Zwischenzeit schon zu amerikanischen Staatsbürgern erklärt worden. Um die Verlegung der chinesischen Bewohner des Viertels aus der teuer gewordenen Innenstadt in billigere Außenbezirke zu vermeiden, entschied sich damals die schon sehr aktive chinesische Handelskammer, ihren Stadtteil in ein Touristenzentrum zu verwandeln.

Lebende Frösche für 2,99 Dollar das Pfund

Anderswo ziehen die Bewohner aus, wenn die Touris strömen. Chinatown jedoch blieb bis zum heutigen Tag ein Zentrum chinesischen Lebens, kulturell wie kulinarisch. Immer noch leben geschätzte 30.000 Chinesen in dem recht kleinen Viertel, das nur 24 Blocks umfasst. Wer sich von den ersten paar hundert Metern der Grant Avenue, dem Einfallspunkt aller Touristen, entfernt, findet die ältesten Häuser der Stadt, versteckte Tempel und Supermärkte, die neben lebenden Fröschen für 2,99 Dollar das Pfund (Luen Fat Market, 1135 Stockton St) DimSum und Räucherstäbchen verkaufen. Peking Enten hängen neben eingelegten Schafsinnereien, und in der Golden Gate Fortune Cookie Factory, die vor 45 Jahren in der historischen Ross Alley (der ältesten Straße San Franciscos) mit dem Backen begann, kauderwelsche ich mit Frauen, die Glückskekse verpacken. Auf der Stockton Street reiht sich ein skurriler Lebensmittelladen neben den anderen, Shops mit Wahrsagern wechseln sich in den kleinen, engen Alleys ab mit Geschäften, in denen die Einwohner Grabbeigaben für die Verstorbenen kaufen - in der First Incense Co. (753 Jackson St.) kostet ein Mercedes aus Papiermaschee, der bei der Beerdigung verbrannt wird, immerhin 55 Dollar.

Und natürlich die Restaurants: Ton Kiang auf der Geary Street, Tommy Toy auf Montgomery, Wonton Suppe im Utopia Café auf der Waverly, das beste DimSum im Gold Mountain oder die prächtige Empress of China - Chinatown ist kulinarisches Abenteuer pur.

Seitengassen sind der Geheimtipp

Am spektakulärsten ist jedoch die Architektur der alten chinesischen Handelshäuser: das 1909 im asiatischen Zuckerbäckerstil erbaute United Commercial Bank Building (743 Washington St), den nur von außen unscheinbaren Tien Hau Tempel in der Waverly Place genannten Seitengasse, den wahrscheinlich ältesten chinesischen Tempel in den USA, dessen Altar auf dem Balkon genau auf den Pyramiden-förmigen Neubau des TransAmerica Building ausgerichtet ist (viele der örtlichen Chinesen schreiben der futuristischen Nadel magische Qualitäten zu), oder der Hang Ah Tea Room auf der Sacramento. Seitengassen jedoch sind der Geheimtipp Chinatowns - jede kleine Alley, jede enge Gasse, durch die ich mich zwänge, ist vollgepropft mit winzigen Läden und Imbissbuden, mit exotischen Gerüchen und dem Soundtrack chinesischer Seifenopern aus dem Fernsehen.

Wer es sich einrichten kann, sollte Chinatown während der Paraden zum chinesischen Neujahr besuchen, bei denen Dutzende von riesigen Papierdrachen, manche bis zu sechzig Meter lang, von Hunderten durch Kearny Street getragen werden. Dann kann das Jahr nur besser werden.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(