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Zwischenfall bei Aeroméxico: Schlangenalarm in 10.000 Metern Höhe

Horror während eines mexikanischen Inlandflugs. Plötzlich schlängelt sich eine Viper aus der Deckenverkleidung direkt über die Köpfe der Passagiere. Zum Glück verfallen nicht alle Passagiere in Panik.

Schlange in Flugzeug

Der blinde Passagier erwies sich als schlank und äußerst flexibel. Er hatte keine Bordkarte und versteckte sich in der Deckenverkleidung zwischen Bordwand und Gepäckablage: eine grau-grüne und eineinhalb Meter lange Schlange.

Das Tier hatte sich am Sonntag an Bord einer modernen Embraer 190 von Aeroméxico versteckt, die um 14.05 Uhr in Torreón im mexikanischen Bundesstaat Coahuila gestartet und auf dem Weg nach Mexico City unterwegs war - eine 1000 Kilometer lange Strecke.

Doch mitten im Reiseflug von AM231 trauten die Passagiere in den vorderen Sitzreihen ihren Augen nicht. Aus einem Schlitz zwischen der linken Bordwand und der Kabinendecke robbte sich eine Schlange in Richtung Flugzeugmitte. Sofort sprangen die Fluggäste in der unmittelbaren Nähe des Reptils auf und flüchteten in den Gang des zweistrahligen Jets.

Einige beherzte Passagiere filmten die Szene. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Schlange einen Moment später den Weg nach unten sucht und in voller Länge von den Flugzeugdecke baumelt – eine Horrorvorstellung für Menschen die unter Herpetophobie leiden – unter der weit verbreiteten Schlangenphobie.


Zum Glück befanden sich unter den Reisenden auch einige, die laut Medienberichten besonnen reagierten: Sie fingen das Reptil mit einer Decke ein. "Eine fliegende Schlange…ha, ha ha", twitterte User Indalecio Medina und postete dazu ein 27-sekündiges Video des Zwischenfalls. "Ein einmaliges Erlebnis auf dem Flug Torreón-México", schrieb er weiter.

Der Pilot forderte wegen des ungewöhnlichen Passagiers über Funk eine Priority Landing an und durfte bevorzugt in der mexikanischen Hauptstadt landen. Vorteil für alle Passagiere: Durch den ungebeten Gast an Bord dauerte der Flug statt der üblichen knapp zwei Stunden am vorigen Sonntag nur 75 Minuten. Zum Glück wurde niemand verletzt.

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tib
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