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Unglücke im Schnee Sechs Menschen sterben durch Lawinen in Österreich

Der schneebedeckte Dachstein
Bergretter arbeiten im Bereich der Unglücksstelle im Dachsteingebirge
© APA/Alpinpolizei / DPA
Eine Lawine hat fünf Schneeschuhwanderer im Dachsteingebirge verschüttet, die Opfer konnten nur tot geborgen werden. Eine weitere Person starb durch eine Lawine in der Nähe des Großglockners.

Insgesamt sechs Menschen sind bei Lawinenabgängen in Österreich ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde eine Gruppe bestehend aus drei Frauen und zwei Männern zwischen 27 und 46 Jahren am Dachstein von gewaltigen Schneemassen verschüttet. Die Lawine ging demnach gegen 9.15 Uhr unweit der Seethalerhütte auf einer Höhe von etwa 2800 Metern ab.

Zeugen versuchten sofort, die Personen mit Suchgeräten zu finden. Letztlich konnten aber erst zwei Stunden nach dem Lawinenabgang zwei Lawinenhunde der Bergrettung die ersten Opfer lokalisieren. Alle Reanimationsmaßnahmen bei den fünf Wanderern aus Tschechien blieben ohne Erfolg.

Lawinenopfer erlag seinen Verletzungen

Unweit des Großglockner, Österreichs höchstem Berg, wurde am Sonntag zudem ein 33 Jahre alter Polizist von einer Lawine erfasst und getötet. Der Österreicher wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber laut Polizei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Mann war mit einem Kurs der Alpinausbildung unterwegs und wurde als einziger von dem Schneebrett erwischt. 

Erst wenige Tage zuvor hatte das Kuratorium für alpine Sicherheit in einem Zwischenbericht mitgeteilt, dass im Winter 2019/2020 verhältnismäßig wenige Lawinenopfer zu beklagen waren. Demnach starben zwischen dem 1. November 2019 und dem 1. März 2020 sechs Menschen durch Lawinenabgänge in Österreich.

las DPA

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