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Norwegische Küche: Diese 6 Speisen gibt es nur in Norwegen – und Sie sollten sie unbedingt probieren

In Norwegen gibt es nur Fisch? Ja, auch, aber nicht ausschließlich. Wer durch Skandinaviens Norden reist, sollte folgende Leckerbissen nicht links liegen lassen.

Braunkäse  Auf Norwegisch heißt er Brunost und ist ein Molkenkäse, der aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt wird (oder aus einer Mischung). Dazu wird die Molke eingekocht. Lang. Und genau das ist der Trick, warum der Käse diesen typischen süßlich-karamellartigen Geschmack bekommt - und auch die Farbe, die hell- bis dunkelbraun sein kann. Es entsteht ein fester Käse, der mit dem Käsehobel geschnitten wird. Am besten schmeckt er auf hellem Brot oder Knäckebrot. Dazu passt Marmelade.

Braunkäse

Auf Norwegisch heißt er Brunost und ist ein Molkenkäse, der aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt wird (oder aus einer Mischung). Dazu wird die Molke eingekocht. Lang. Und genau das ist der Trick, warum der Käse diesen typischen süßlich-karamellartigen Geschmack bekommt - und auch die Farbe, die hell- bis dunkelbraun sein kann. Es entsteht ein fester Käse, der mit dem Käsehobel geschnitten wird. Am besten schmeckt er auf hellem Brot oder Knäckebrot. Dazu passt Marmelade.

Getty Images

Es ist Winter in Norwegen, die Nächte sind lang, die Tage kalt und die Menschen haben Hunger - nach Smalahove - einem geräucherten Schafskopf. Nein, die Norweger essen natürlich nicht das Hirn des Tieres. Das wäre sogar alteingesessenen Wikingern zu viel. Aber sie verspeisen den Kopf. Geteilt. Geräuchert. Mit Kartoffeln und Wurzeln.

Der Schädel wird gespalten

Der Ursprung des Gerichts Smalahove liegt in Voss, in West-Norwegen - diese Region war so arm, dass die Menschen alle Teile der Tiere verwerteten, auch um zu überleben. Früher trank man dazu vergorene Milch oder Bier. Heute Aquavit - ein Schnaps aus Kümmel. Das Schaf wurde auf dem eigenen Bauernhof geschlachtet, heute übernimmt das der Schlachter. Er trennt den Kopf ab und verbrennt die Überreste des Fells über dem offenen Feuer. Danach wird der Schädel in zwei Teile gespalten, und das Gehirn entnommen.

Für mehrere Tage wird der Schafskopf in Wasser eingelegt. Dabei salzt man ordentlich, um den Kopf zu konservieren. Jetzt folgt der Smoking-Prozess, nur der Rauch von speziellem Holz von Laubbäumen ist dafür geeignet, erst dann wird der Kopf gekocht oder gegart bis das Fleisch so weich ist, dass es vom Wangenknochen abfällt. Manchmal wird das Fleisch auch getrocknet und so aufbewahrt.

Ohren und Augen schmecken am besten

Das Beste am Schafskopf sind das Ohr und das Auge. Denn das Fleisch an diesen Stellen ist sehr fettig - am besten schmecken Ohr und Auge lauwarm. Eine Portion Smalahove besteht aus einer Kopfhälfte, Salzkartoffeln und Kohlrübenpüree mit Salz, Pfeffer, Sahne und Butter. Nach den Augen sind die Muskelstränge hinter den Augen dran - und danach die Zunge. Was hängen bleibt am Kopf wird einfach abgenagt, wie ein Hühnchenschenkel.

Smalahove gehört zu den wohl seltsamsten Food-Traditionen, die die norwegische Küche zu bieten hat. Vielleicht avanciert gerade deswegen das Schafskopfessen zum Trend. Im Herbst, sowie kurz vor Weihnachten wird die norwegische Leckerei verspeist. Meistens im Kreis der Familie, aber auch Freunde und Bekannte treffen sich zum jährlichen Smalahove-Essen. Was sie daran reizt? Es soll wirklich der Geschmack sein. Der ist exotisch, aber delikat. Vielleicht ist es aber auch der aufkommende Trend "From nose to tail", was bedeutet, dass das ganze Tier verwertet wird und nicht mehr nur das Filet des Tieres. Wie auch immer es dazu kam, es bleibt kurios - und ist es vielleicht wert zu probieren, bei der nächsten Norwegen-Reise.

Das ist aber nicht das einzige Gericht, welches Sie auf einer Norwegen-Reise probieren sollten. Welche Speisen außerdem ein Versuch wert sind, erfahren Sie in folgender Bildstrecke.


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