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Sicherheitskontrolle: Plastikwannen am Flughafen auf Keime untersucht – das sollten Sie jetzt wissen

Forscher haben die Plastikwannen fürs Handgepäck an der Sicherheitskontrolle im Flughafen auf Keime untersucht – und sind fündig geworden. Das sollten Sie in Zukunft beachten.

Eine Plastikwanne an der Flughafen-Sicherheitskontrolle

Nach dem Benutzen der Plastikwannen an der Sicherheitskontrolle im Flughafen sollten sich Reisende die Hände waschen, empfehlen die Forscher

Picture Alliance

Sie sind ein notwendiges Übel: die Handgepäckkontrollen am Flughafen. Handgepäck, Gürtel, Portemonnaie, Handy – alles wandert durch die Röntgenanlage, und zwar in den bekannten Plastikwannen an der Sicherheitskontrolle.

Sie werden jedes Jahr von tausenden Fluggästen angefasst; Grund genug, sie einmal auf Keime zu untersuchen, dachten sich finnische und britische Forscher und machten sich an die Arbeit.

Sind die Plastikwannen Keimschleudern?

Sie haben die Sauberkeit am Flughafen Helsinki-Vantaa unter die Lupe genommen und dabei auch die Plastikwannen geprüft – mit erschreckendem Ergebnis: Auf jeder zweiten Wanne fanden die Wissenschaftler Rhino-, Grippe-, Adeno- oder Coronaviren. Sie können unter anderem schwere Atemwegserkrankungen oder Erkältungen auslösen. Das Ergebnis der Untersuchung veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "BMC Infectious Diseases".

Damit waren die Wannen stärker mit Viren belastet als zum Beispiel Toilettendeckel oder Treppengeländer, wahrscheinlich weil sie nicht so regelmäßig gereinigt werden und fast jeder Passagier mit ihnen in Kontakt gerät.

Die Empfehlung der Forscher ist daher, sich nach dem Passieren der Sicherheitskontrolle gründlich die Hände zu waschen, um das Risiko einer Infektion zu verringern. 

Untersuchung im Rahmen eines EU-Projektes

"Menschen können helfen, Ansteckungen durch hygienisches Händewaschen und Husten in ein Taschentuch oder einen Ärmel zu vermeiden", sagt Jonathan Van Tam, Professor für Gesundheitsvorsorge an der Universität Nottingham zu den Ergebnissen der Studie. "Dies gilt insbesondere an öffentlichen Orten. Diese einfachen Vorkehrungen können dazu beitragen, Pandemien vorzubeugen."

Die Proben am größten finnischen Flughafen mit seinen rund 19 Millionen Fluggästen im Jahr wurden 2016 während der Grippesaison im Rahmen des von der EU geförderten Projekts "Pandhub" genommen. Es soll die Rolle von Verkehrsknotenpunkten bei der Ausbreitung von Infektionskrankheiten untersuchen. Die Ergebnisse der Studie sollen auch in die Verbesserung der Hygiene an Flughäfen einfließen.

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