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Nach TV-Bericht des MDR: Holidaycheck warnt vor Fake-Bewertungen und zieht vor Gericht

Einige Hotels lassen sich von speziellen Agenturen positive Urteile schreiben. Holidaycheck geht jetzt gerichtlich gegen einen solchen Anbieter vor. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

Warnung auf der Website von holidaycheck.de: Hinter dieser Besprechung könnte ein Netzwerk von Bewertungsfälschern stecken

Warnung auf der Website von holidaycheck.de: Hinter dieser Besprechung könnte ein Netzwerk von Bewertungsfälschern stecken

Es hat sich längst zu einem Routinevorgang entwickelt: Bevor User eine Unterkunft im Internet buchen, werfen sie einen Blick auf Seiten mit Hotelbewertungen. Wie schneidet das Haus ab? Gibt es vielleicht kritische Kommentare, die einen dazu veranlassen, lieber nach einem anderen Hotel zu suchen?

Doch beim Lesen der Bewertungen kann man auch auf Formulierungen stoßen, die ein Haus in höchsten Tönen loben. Oft ist die Sprache blumig und voll mit Marketing-Redewendungen. Die Beiträge hören sich eher wie Werbetexte aus Veranstalterkatalogen an. Authentische Erfahrungen eines Gastes spiegeln sich in den kurzen Abfassungen kaum wieder.

Hotels erkaufen sich Fake-Bewertungen

Denn viele Bewertungen wurden für Geld geschrieben. Im Klartext heißt das: "Es gibt Agenturen, die positive Bewertungen im großen Stil verkaufen", sagt Sven Voss in der MDR-Sendung "Voss und Team" am 11. April 2019. Diese Tatsache stellte das Ombuds- und Verbraucherformat bereits in einem Beitrag im November des vergangenen Jahres fest.

Mithilfe von Agenturen, die unter dem Begriff "Bewertungs-Support" im Internet zu finden sind, lassen Hoteliers ihre Häuser hochjubeln. "Bewertungen kaufen und positive Kundenerfahrungen präsentieren", so lautet das Motto einer Eigenwerbung eines solchen Dienstleisters.

In der TV-Sendung "Voss und Team" wurde der Test gemacht. Ein Hotelbesitzer erklärte sich bereit und ließ durch eine Agentur Lobeshymnen auf Webseiten wie Tripadvisor, Holidaycheck und Google erstellen. Kurz darauf verbesserte sich das Ranking.

Als die Redaktion des MDR die drei Hotelbesprechungsseiten mit dem Ergebnis konfrontierte, wie derartige Beschönigungen ohne eine genaue Prüfung hochgeladen werden konnten, zog nur Holidaycheck Konsequenzen.

Intern wurde das Prüfungsverfahren revidiert. Dabei kam man Mehrfachbewertern von Hotels auf die Schliche, hinter denen bezahlte Schreiber stecken. Diese werden von einer Agentur bezahlt, die bereits zuvor Holidaycheck anwaltlich versichert hatte, nur echte Kundenbewertungen hochzuladen.

Klage und Warnhinweise

Inzwischen liegen genügend Beweise für Fake-Bewertungen vor. Nach Angaben von Holidaycheck versuchten 50 Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz "sich mittels gekaufter Bewertungen beim Fivestar Marketing-Netzwerk, einen Vorteil bei möglichen Kunden zu erschleichen." Deshalb hat Holidaycheck beim Landgericht München Klage gegen das Unternehmen Fivestar Marketing eingereicht: Der Vorwurf lautet: Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

In einem weiteren Schritt werden User durch einen Manipulationshinweis auf die betroffenen Hotels aufmerksam gemacht. Zeitgleich versendete Holidaycheck Abmahnungen an die Betriebe mit der Aufforderung, eine Unterlassungserklärung abzugeben. "Ein Großteil der Hotels verpflichtete sich daraufhin, unter Androhung einer Vertragsstrafe, keine gefälschten Bewertungen mehr abzugeben", heißt es bei Holidaycheck.

Die Five Star Marketing, wehrt sich gegen die sie erhobenen Vorwürfe und sieht sich als Sündenbock: Bewertungsportale seien "in den meisten Fällen nicht in der Lage, diese gefälschten Bewertungen von echten Bewertungen zu unterscheiden", heißt es in einem Statement in der "Allgemeinen Hotel- und Gastronomie Zeitung". Mit der Klage wolle Holidaycheck "von der eigenen Inkompetenz ablenken."

"Gefälschte Bewertungen sind ein großes Ärgernis für die gesamte Hotelbranche", sagt auch Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland (IHA). "Aus diesem Grund kooperieren wir als Hotelverband eng mit Bewertungsportalen und Behörden bei der Aufdeckung und Verfolgung derartiger Praktiken."

Quellen: "Voss und Team" und "holidaycheck.de"

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(