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Neue Handgepäck-Regeln: Verbraucherschützer mahnen Ryanair ab

Verbraucherschützer mahnen Ryanair wegen neuer Handgepäck-Regel ab. Der irische Billigflieger soll eine Unterlassungserklärung unterzeichnen.

Am Serviceschalter am Flughafen Palma de Mallorca: Passagiere dürfen nur noch ein kleines Gepäckstück (wie Handtaschen, Laptoptaschen oder kleine Rucksäcke im Format 40 x 20 x 25 Zentimeter, welches unter den Sitz vor ihnen passt mit an Bord bringen.

Am Serviceschalter am Flughafen Palma de Mallorca: Passagiere dürfen nur noch ein kleines Gepäckstück (wie Handtaschen, Laptoptaschen oder kleine Rucksäcke im Format 40 x 20 x 25 Zentimeter, welches unter den Sitz vor ihnen passt mit an Bord bringen.

DPA

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv) hat nach eigenen Angaben die Fluggesellschaft Ryanair wegen unzureichender Preisangabe und Irreführung abgemahnt. "Die neue Regelung ist völlig intransparent und überraschend. Die Einschränkung beim Handgepäck führt zu einer indirekten Erhöhung des Flugpreises", begründete vzbv-Rechtsexpertin Kerstin Hoppe den Schritt.

Ryanair erklärte später, die Behauptungen seien nicht korrekt. Alle Bedingungen, Gebühren und optionalen Extras einschließlich der Taschen-Richtlinien seien auf der Internet-Seite sichtbar und transparent, sagte Ryanair-Sprecher Robin Kiely. 

Die neue, europaweit eingeführte Regel der Airline sieht vor, dass Passagiere im Standardtarif nur noch ein kleines Handgepäckstück kostenlos mit in die Kabine nehmen dürfen. Erlaubt ist lediglich noch ein kleines Handgepäckstück mit den Höchstmaßen von 40x20x25 cm. An anderer Stelle des Buchungsprozesses ist von einer kleinen Tasche die Rede, "die unter den Sitz vor ihnen passt".

Wettbewerbsbehörde in Italien stoppt das Preismodell 

Ein typischer Kabinenrollkoffer darf bei Ryanair nur noch nach Zahlung einer "Priority Boarding"-Gebühr von 6 Euro mit in die Kabine genommen werden. Eine einheitliche, globale Regel zur Größe des Handgepäcks bei Flugreisen gibt es nicht.

In Italien hatte die dortige Wettbewerbsbehörde das Preismodell gestoppt, weil es die wahren Kosten einer Flugreise verschleiere. Weil Ryanair das Preismodell trotzdem weiter durchsetzte, leitete die Behörde Anfang November ein Verfahren gegen Ryanair ein.

Mit der Abmahnung fordert die vzbv Ryanair auf, die Preise zu Beginn des Buchungsprozesses klar darzustellen. Sollte das Unternehmen die verlangte Unterlassungserklärung nicht unterschreiben, kann der vzbv Zivilklage einreichen.

tib/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.