HOME

Stiftung Warentest prüft Flugportale: So teuer sind Billigflüge

Wer im Internet Flüge bucht, sollte auf das Kleingedruckte achten, denn dort schummeln sich schnell Zusatzkosten auf die Rechnung. Stiftung Warentest zeigt, wo im Netz günstig gebucht werden kann.

Mit einem "Flug nach Rom für 32 Euro" wirbt ein Flugreisen-Portal im Internet. Klickt man auf das Angebot, kommt aber oftmals noch ein happiger Zusatzbetrag dazu. Das erkennen Kunden allerdings nicht immer auf den ersten Blick. Teilweise müssen sie umfangreiche Formulare ausfüllen, bevor sie kurz vor Vertragsabschluss auf die zusätzlichen Kosten hingewiesen werden – oder diese verstecken sich sogar im Kleingedrucktem.

Die Stiftung Warentest hat Online-Reisebüros, Suchmaschinen für Flugpreise und die Angebote bei den Airlines verglichen. Die gute Nachricht: Alle finden besonders günstige Flüge. Doch ob der Kunde am Ende zu dem Preis auch fliegt, ist ungewiss. Das Problem: Die Anbieter wollen an dem Klick zum Flug mitverdienen. Sieht der Kunde nicht genau hin, zahlt er schnell das Doppelte für ein Flugticket.

Versteckte Kosten bei Zahlungsart

Die Flugpreisvergleiche filtern Offerten aus dem Netz. Damit ein Kunde einen günstigen Flug über eines der Portale sucht, rangeln die Anbieter um die besten Plätze bei den Suchmaschinen. Wer bei der Trefferliste ganz oben steht, wird häufiger geklickt. Um dort zu landen, geben die Portale nahezu unfassbar billige Preise an, teilweise unter dem Betrag, den die Airline verlangt. Diese Differenz überbrücken sie mit Zusatzgebühren.

Bei den Anbietern "Billigflieger.de" und "Momondo.de" werden die Kunden an ein Reisebüro weitergeleitet – hier erhöht sich der Preis durch Zusatzgebühren bei der Bezahlart. Besonders negativ fielen den Warentestern die Portale "Fluege.de" und "Opodo.de" auf. Nur wenn der Kunde mit einer speziellen Kreditkarte bezahlt, bekommt er auch den günstigen Flug. Ansonsten werden saftige Service- und Zahlungszuschläge berechnet. Die verbraucherfreundlichsten Portale waren "Check24.de", "Flug.idealo.de", "Google.flights" und mit Einschränkungen auch "Swoodoo.com".

Wer bei den Billigfliegern direkt sucht, sollte auf den Service achten. Inzwischen bieten die günstigen Airlines verschiedene Tarife an. Die Faustformel dazu: Wer wenig zahlt, bekommt auch wenig Service. So ist das einfache Flugticket zwar günstig, wer aber einen Koffer aufgeben möchte, zahlt ordentlich drauf. Die Empfehlung der Warentester: Genau hinsehen, da ein vermeintlich teureres Ticket günstiger sein kann, als das Schnäppchen, bei dem alles extra bezahlt werden muss.

Den kompletten Billigfliegertest gibt es gegen Gebühr auf www.test.de

Katharina Grimm

Wissenscommunity