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Streik der Lufthansa-Piloten: Langstreckenflüge starten trotz Arbeitskampf

Der angekündigte Streik der Lufthansa-Piloten wird Dienstag kaum zu Flugausfällen in Frankfurt führen. Alle 40 für morgen im Streikzeitraum vorgesehenen Flüge werden laut Sonderflugplan starten.

Die Lufthansa-Piloten wollen am 16. September Langstreckenflüge ab Frabkfurt erneut bestreiken.

Die Lufthansa-Piloten wollen am 16. September Langstreckenflüge ab Frabkfurt erneut bestreiken.

Trotz der Streikankündigung von Piloten im Zeitraum von 9 Uhr bis 17 Uhr will die Lufthansa am Dienstag alle betroffenen Langstreckenflüge ab Frankfurt stattfinden lassen. Es werde nur zu streikbedingten Verspätungen kommen, da Piloten aus dem Management die Cockpit-Crews verstärkt ergänzen.

Am Dienstag wird es voraussichtlich keine Flugausfälle geben, sondern nur eine Veränderung der Abflugzeiten bei 24 Langstreckenabflügen ab Frankfurt. Die veränderten Flugzeiten sind unter "aktuelle Fluginformationen" auf der Homepage der Lufthansa abzurufen.

Das Münchner Lufthansa-Drehkreuz und der Kurz- und Mittelstreckenverkehr von und nach München und Frankfurt werden nicht von dem Streik betroffen sein. Die Airline rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich über die veränderten Zeiten zu informieren und kündigte zugleich an, registrierte Kunden per SMS und E-Mail zu informieren.

Fünfte Streikwelle

Es ist bereits der vierte Ausstand, seitdem die Tarifgespräche zwischen Piloten und der Lufthansa Ende August abgebrochen wurden. Die Gewerkschaft verleiht mit der Streikwelle ihrer Forderung nach Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente für die 5400 Lufthansa-Piloten Nachdruck.

Parallel versucht die Lufthansa, den Piloten ihr Angebot in dem Tarifkonflikt schmackhaft zu machen. Da die Offerte gut sei, halte die Lufthansa daran fest, sagte eine Sprecherin. Nun habe der Konzern noch weitere Details genannt, mit denen jeder Pilot genau berechnen könne, was die Änderungen für ihn bedeuteten.

Bislang konnten die Piloten frühestens mit 55 Jahren das Steuer aus der Hand legen - durchschnittlich gehen sie mit 58 Jahren in die Rente und damit früher als die Kollegen bei vielen anderen Gesellschaften. Der Konzern will den Schnitt auf 61 Jahre erhöhen. Das sieht die Pilotengewerkaschft Cockpit anders. Da das Lufthansa-Management bisher kein kompromissfähiges Angebot vorgelegt habe, sieht sich die Gewerkschaft zu weiteren Maßnahmen gezwungen. Die Lufthansa hatte den entsprechenden Tarifvertrag Ende vorigen Jahres gekündigt.

tib/Agenturen

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