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Wetter: Winter kehrt zurück und legt Verkehr lahm

Der Winter ist wieder da: Schnee und glatte Straßen haben in der Nacht zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. In ganz Deutschland kam es zu schweren Unfällen und kilometerlangen Staus.

Nach starken Schneefällen herrschte am Samstagmorgen auf vielen deutschen Straßen Chaos. Glätte, Unfälle und liegengebliebene LKW sorgten auf zahlreichen Autobahnen für Staus und Sperrungen, besonders stark betroffen war die A 3 in Hessen und im Nordwesten Bayerns. Dort blieben Lastwagen liegen, es bildeten sich lange Staus. Bis zum frühen Morgen gab es nach Angaben der Polizei allein in Nordrhein-Westfalen 337 Unfälle wegen des Wetters, bei denen 45 Menschen verletzt wurden.

Am späten Freitagabend wurde ein 26-Jähriger im niedersächsischen Wolfenbüttel bei einem Verkehrsunfall getötet. Sein Wagen kam von der Straße ab, dabei wurde der Mann aus dem Auto geschleudert. Seine Begleiterin wurde leicht verletzt. In Schleswig-Holstein prallte ein Autofahrer mit einem entgegenkommenden Wagen mit zwei Insassen zusammen. Alle drei Beteiligten wurden schwer verletzt.

Schwere Verkehrsbehinderungen bei Würzburg

Die größten Behinderungen wegen glatter Fahrbahnen gab es auf der A3 bei Würzburg, wo sich die Fahrzeuge in Richtung Frankfurt auf einer Länge von 35 Kilometern stauten. In Gegenrichtung stockte der Verkehr auf 25 Kilometern. In der gleichen Region verlor ein LKW-Fahrer am Samstagmorgen beim Überqueren einer vereisten Brücke die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte samt Anhänger acht bis zehn Meter tief. Der Mann wurde schwer verletzt.

Ein Massenunfall mit 14 Fahrzeugen verursachte am Freitagabend auf schneeglatter Straße im westfälischen Halle einen Sachschaden von 200.000 Euro. Wie die Polizei in Gütersloh mitteilte, rutschten die Wagen im Schneegestöber gegen Leitplanken oder in bereits verunglückte Fahrzeuge. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug waren an dem Unfall beteiligt. Mehrere Fahrzeuge erlitten Totalschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Vor Unwettern warnten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes am Samstagmorgen noch in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern, wo die Schneefälle teilweise noch bis in den Vormittag andauern sollen.

DPA/APN / DPA

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