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Australian Open Starke Lisicki fliegt gegen Scharapowa raus


Auch die letzte deutsche Spielerin ist ausgeschieden: Sabine Lisicki hat im Achtelfinale der Australian Open trotz starker Leistung gegen die Russin Maria Scharapowa verloren. Zuvor gab es die erste kleine Sensation des Turniers.

Sabine Lisicki ist bei den Australian Open als letzte deutsche Tennisspielerin ausgeschieden. Die Berlinerin unterlag der Russin Maria Scharapowa am Montag in Melbourne im Achtelfinale nach hartem Kampf mit 6:3, 2:6, 3:6. Scharapowa verwandelte nach 2:15 Stunden ihren zweiten Matchball. Die Nummer vier der Welt trifft nun auf ihre Landsfrau Jekaterina Makarowa, die zuvor überraschend die Amerikanerin Serena Williams mit 2:6, 3:6 ausgeschaltet hatte.

"Es war ein verdammt schweres Spiel. Sie ist eine sehr starke Gegnerin und hat mit viel Selbstvertrauen gespielt", lobte Scharapowa ihre deutsche Gegnerin nach der Begegnung. "Ich bin froh, dass ich weiter bin", meinte die Australian-Open-Siegerin von 2008. Lisicki zeigte in der ausverkauften Rod Laver Arena eine ganz starke Leistung und entschied den ersten Durchgang nach 35 Minuten mit 6:3 für sich. Im zweiten Satz steigerte sich die favorisierte Russin dann und glich nach insgesamt 1:17 Stunden aus.

Zum Schlüsselmoment der phasenweise hochklassigen Partie wurde das erste Aufschlagsspiel von Scharapowa im dritten Abschnitt. Lisicki konnte fünf Breakbälle nicht nutzen, ehe Scharapowa ihr Service nach 13 Minuten doch durchbrachte. Lisicki musste dann wenig später zum 2:4 selbst ein Break hinnehmen. Zwar versuchte die Nummer 15 der Weltrangliste. weiter alles, doch in den entscheidenden Momenten spielte Scharapowa einfach zu stark auf.

Williams liefert enttäuschende Vorstellung

Das vorangegangene Aussscheiden von Williams war die erste kleine Sensation des Turniers: Williams hatte in den ersten drei Runden gerade einmal elf Spiele abgegeben und schien nach ihrer monatelangen Pause gegen Ende des vergangenen Jahres wieder in Form zu kommen. Doch gegen die ungesetzte Makarowa zeigte die jüngere der beiden Williams-Schwestern eine enttäuschende Vorstellung. Die 13-malige Grand-Slam-Turnier-Siegerin, die zuletzt 2009 und 2010 in der Rod Laver Arena triumphiert hatte, wirkte schwerfällig und gab den ersten Satz nach 35. Minuten mit 2:6.

Im zweiten Durchgang gelang der US-Open-Finalistin von 2011 zwar ein schnelles Break, Makarowa konterte aber sofort und behielt auch gegen Ende des Abschnitts die Nerven. Beim vierten Matchball für die couragiert aufspielende Russin schlug Williams eine leichte Rückhand ins Aus und besiegelte damit selbst das Ende ihres Traums vom sechsten Triumph in Australien. "Ich habe heute einfach schlecht gespielt", meinte Williams.

Weiter im Rennen um den Sieg in Melbourne und Platz eins in der Weltrangliste ist dagegen Petra Kvitova. Die Tschechin gewann gegen die Serbin Ana Ivanovic mit 6:2, 7:6 (7:2) und trifft im Viertelfinale auf die ungesetzte Italienerin Sera Errani.

Murray-Gegner Kukuschkin gibt auf

Bei den Herren marschierte Andy Murray mühelos in die Runde der letzten Acht. Der Brite profitierte beim Stand von 6:1, 6:1, 1:0 von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners Michail Kukuschkin. Der Kasache musste wegen einer Hüftverletzung passen. Der an Nummer vier gesetzte Murray, der in den vergangenen beiden Jahren in Melbourne im Finale stand, bekommt es nun mit Kei Nishikori zu tun. Der Japaner rang den an Nummer sechs gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga bei 33 Grad Celsius in 3:30 Stunden mit 2:6, 6:2, 6:1, 3:6, 6:3 nieder.

Murray stand gegen Kukuschkin nur 49 Minuten auf dem Centre Court, dann gab sein Gegner verletzt auf. "Das war kein richtiges Match", meinte Murray danach. "Er konnte sich ja kaum bewegen." Der Brite strebt Down Under endlich seinen ersten großen Titel an.

mad/mlr/DPA DPA

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