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Formel 1: Gute Vorzeichen für Schumacher

Bei Premieren-Rennen kommt Michael Schumacher meist besonders gut in Fahrt. Kein Wunder, dass der Rekord-Weltmeister dem Debüt der Formel 1 in Istanbul gelassen entgegen sieht.

"Ich vertraue darauf, dass ich mit neuen Strecken normalerweise sehr schnell zurecht komme", sagt der 36 Jahre alte Ferrari-Pilot vor dem Großen Preis der Türkei.

Während der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Renault) per Videoaufzeichnungen "zumindest die Kurven und die Geographie der Strecke" kennen lernte und sich McLaren-Mercedes-Rivale Kimi Räikkönen (Finnland) Fotos und Streckenplan zu Gemüte führte, vertraut Schumacher seiner Erfahrung. "Was die Strecke selbst betrifft, habe ich noch nicht viel davon mitbekommen, um ehrlich zu sein", sagte der Titelverteidiger.

Dass er auf neuen Kursen bestens zurecht kommen kann, bewies der Rekord-Champion, der vor dem 14. von 19 WM-Läufen als Gesamtdritter hinter Räikkönen (61 Punkte) 32 Zähler Rückstand auf Alonso (87) hat, bereits mehrfach. 1994 gewann er im Bennetton-Ford die Premiere auf dem Circuit Aida in Japan.

Schwerstarbeit für die Fahrer

Beim ersten Rennen in Malaysia im Oktober 1999 überließ Schumacher nach Pole-Position und schnellster Rennrunde seinem damaligen Ferrari-Teamkollegen Eddy Irvine (Großbritannien) den Sieg, der im Kampf um die WM noch Chancen gegen Mika Häkkinen hatte. Der Kerpener gab sich generös mit dem zweiten Rang zufrieden. 2000 stand Schumacher in Indianapolis bei der Rückkehr der Formel 1 nach 40 Jahren ganz oben auf dem Podest.

In der vergangenen Saison entschied Schumacher auf dem Weg zu seinem siebten WM-Titel die Premiere in der Wüste von Bahrain für sich. Getrübt wird die Bilanz allerdings durch seinen Auftritt beim Jungfern-Rennen anschließend in Schanghai. Im Reich der Mitte war Schumacher nicht über den enttäuschenden zwölften Rang hinausgekommen und hatte dabei seine zum damaligen Zeitpunkt schlechteste Karriere- Platzierung hinnehmen müssen.

Der Kurs in China stammt dabei ebenso aus der Feder von Formel-1- Architekt Hermann Tilke wie die Strecken in Malaysia, Bahrain und in der Türkei. Vor der Feuertaufe des Istanbul Parks spricht der Aachener Architekt von einer echten Herausforderung für die Fahrer und prophezeite ihnen Schwerstarbeit. "Ich lasse mich einfach überraschen", sagte Schumacher gelassen.

Jens Marx/DPA

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