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Formel 1: Rubens eins, Michael vier

Auf Platz eins beim Training zum Großen Preis der USA: ein Ferrari. Allerdings nicht mit Michael Schumacher, sondern mit Rubens Barrichello als Piloten.

Zum Auftakt des Großen Preises der USA in Indianapolis, dominierte, wenig überraschend, die Farbe Rot. Allerdings saß in dem bestplatzierten Ferrari nicht Michael Schumacher sondern sein Kollege Rubens Barrichello. Der Brasilianer fuhr in den beiden sportlich wenig aussagekräftigen Trainingseinheiten jeweils Bestzeit. Am Vormittag war der Ferrari-Pilot Schnellster in 1:11,354 Minuten und verwies Schumacher auf Platz zwei.

In der zweiten Übungseinheit am Nachmittag steigerte sich Barrichello wie die meisten Fahrer noch einmal und fuhr mit 1:10,365 Minuten für die 4,192 Kilometer lange Strecke auf dem Motor Speedway Tagesbestzeit. Schumacher kam trotz einer Verbesserung gegenüber der Vormittagszeit auf 1:11,036 Minuten nicht an seinen Teamkollegen heran und wurde Tagesvierter.

Kein Überholverbot für Barrichello

Barrichello ist der derzeit einzige, der Schumacher gefährden kann. In der WM-Wertung liegt der Kerpener nach sieben Siegen in acht Rennen mit 70 Punkten vor Barrichello mit 54 Punkten und BAR-Honda-Pilot Jenson Button (44). Am Donnerstag hatte sich Schumacher gegen den Eindruck eines "Überholverbots" für seinen Teamkollegen gewehrt. Barrichello hatte sich in Montréal mit dem Deutschen kurze Zeit ein Duell geliefert, den sechsmaligen Champion aber nicht ausbremsen können. "Die ganze Diskussion, von wegen dass der eine nicht darf und der andere darf alles, ist Schwachsinn", sagte Schumacher. "Wir kommen sehr gut miteinander aus."

Ansonsten präsentierte sich Schumacher entspannt nach einem Kurzurlaub mit Freunden auf dem Motorrad. Zum völligen Glück fehlte dem Hobby-Kicker nur noch der Fußball. Vom ersten EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Niederlande bekam er nicht viel mit. "Da, wo wir waren, waren die weniger daran interessiert, Fußball zu schauen", bedauerte der Champion.

Podestchance für Michaels Bruder Ralf

Für Indianapolis schätzte Schumacher BAR-Honda und Williams-BMW mit Bruder Ralf an der Spitze als stärkste Konkurrenten ein - und sollte zumindest im Freitagstraining teilweise Recht behalten. BAR- Honda-Testfahrer Anthony Davidson wurde Tageszweiter (1:10,967), sein Teamkollege Button (1:11,230) Fünfter. Ralf Schumacher und sein Williams-Kollege Juan Pablo Montoya zeigten sich vom Schock der Disqualifikation in Montréal gut erholt. Ralf Schumacher kam auf Rang sechs (1:11,850), Montoya sogar auf Platz vier (1:10,982).

DPA / DPA

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