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Formel-1-Streit: Protest gegen Diffusor gescheitert

Der umstrittene Heck-Diffusor der Formel-1-Teams Brawn, Toyota und Williams entspricht dem Reglement und darf somit in dieser Saison auch weiter eingesetzt werden. Das erklärte das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA am Mittwoch in Paris.

Im Aerodynamik-Streit der Formel 1 haben die Berufungsrichter des Automobil-Weltverbands FIA den umstrittenen Doppel-Diffusor für legal erklärt. Damit dürfen die Rennställe Brawn GP, Toyota und Williams die von vier Rivalen angezweifelte Lösung am hinteren Unterboden ihrer Autos weiter verwenden und ihre Punkte aus den ersten beiden Saisonrennen behalten. Die Rennwagen entsprächen den gültigen Regeln, befanden die FIA-Richter am Mittwoch in Paris. Ferrari, BMW-Sauber, Renault und Red Bull hatten gegen das Diffusor-Modell Protest eingelegt. Das Bauteil soll den drei Konkurrenten einen deutlichen Vorteil verschaffen.

Deutsche Piloten als Profiteure

Brawn-GP-Pilot Jenson Button hatte die beiden Auftaktrennen gewonnen. Für den Großen Preis von China am Sonntag gilt das Honda- Nachfolgeteam nach der Entscheidung der FIA-Richter erneut als Favorit. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) und Williams-Fahrer Nico Rosberg (Wiesbaden) profitieren ebenfalls von dem Urteil und dürfen in Shanghai dank des Doppel-Diffusors wieder auf vordere Platzierungen hoffen.

Dagegen hat bei den anderen Teams längst der Entwicklungs-Wettlauf begonnen, um so schnell wie möglich die Lücke vor allem zu Brawn GP zu schließen. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hatte schon vor dem Urteil gewarnt, dass die Zulassung der Doppel-Diffusoren die Sparbemühungen in der Formel 1 torpedieren würde.

"Basierend auf den gehörten Argeumenten und den vorherigen Beweisen ist das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die Kommissare richtig gehandelt haben, als sie entschieden, dass die Autos den Regularien entsprechen", hieß es in der ersten FIA-Erklärung am Mittwoch.

"Ich war zuversichtlich, dass das Berufungsgericht zu diesem Urteil kommen würde, und bin damit zufrieden. Wir hatten nie daran gezweifelt, dass unser Auto den Regeln entspricht", sagte Toyota-Teamchef Tadashi Yamashina: "Es war eine herausfordernde Zeit für die Formel 1. Ich bin froh, dass diese jetzt hinter uns liegt und wir uns auf eine aufregende Saison auf der Strecke konzentrieren können."

DPA/sid/kbe

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