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GP von Japan: Formel Fies

Ausbrüche liegen in der Natur des Menschen, insbesondere des Silberpfeil-Piloten. Passend zur Rückkehr der Formel 1 unter den Vulkankegel des Fujiyama sorgt der bisher cool gebliebene Lewis Hamilton in der In-Team-Feindschaft mit Fernando Alonso für eine Eruption.

Von Elmar Brümmer, Shizuoka

Hamilton besitzt zwar nur ein Zehntel der Formel-1-Erfahrung Alonsos, aber wer es so konsequent aus dem Go-Kart an die Spitze des Motorsports gebracht hat, der weiß genau, wann er sich zu platzieren hat. Die Gelegenheit ist günstig. Seit bei McLaren-Mercedes durch die Kronzeugenregelung für Alonso in der Spionage-Affäre jeder weiß, wie viel Teamgeist in dem 26-Jährigen Egozentriker wirklich steckt, hat Hamilton die Loyalisten vor dem Großen Preis von Japan auf seiner Seite.

"Wenn er so aggressiv fahren will, dann kann ich genauso sein"

Und er zahlt im verbalen Rennen schon mal alles zurück. Dass Harakiri-Manöver Alonsos beim letzten Rennen nimmt Hamilton geschickt zum Anlass, sich in die moralische Pole-Position zu manövrieren. Süffisantes Warm-Up: "Ich als Neuling habe nichts zu verlieren - er aber schon, nämlich seinen Weltmeistertitel." Dann zur Drohgebärde durchstarten: "Wir sollten beide vorsichtig sein, wie wir die Sache angehen." Erster Boxenstopp mit Kampfansage: "Wenn wir da draußen sind, werde ich keine Geschenke verteilen, so viel steht fest." Zweiter Stopp samt Ehrabschneidung: "Fernando ist nicht die Persönlichkeit, von der ich dachte, er ist sie." Hin zum Grande Finale: "Ich habe versucht, fair zu sein. Aber wenn er so aggressiv fahren will, dann kann ich genauso sein."

Wie Du mir, so ich Dir - das ist das Ur-Prinzip der Rennfahrer. Der Teamkollege ist immer der erste Gegner, den es zu schlagen gilt. Hamilton denkt schon weit über dieses Finale hinaus. Etwa drei bis vier Jahre. So lange läuft sein Kontrakt mit McLaren-Mercedes. Der Trubel um den Dauer-Zwist mit Alonso nutzt Lewis Hamilton im Zusammenspiel mit Papa/Manager Anthony zum Gehaltspoker. Das bisherige Grundgehalt (kolportierte 500.000 Euro) ist trotz Prämie von zusätzlichen 20.000 Euro pro WM-Punkt (jetzt schon 194.000 Euro) seiner Leistungen nicht mehr würdig. Verhandelt werden soll in Regionen um die zwölf Millionen Jahressalär.

Alonso möchte als Bekehrter auftreten

Wenn in der Formel 1 auch die gute Führung benotet werden würde, wäre Hamilton - zumindest oberflächlich betrachtet - wahrscheinlich unbezahlbar. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Da steckt auch viel Politik dahinter. "Wenn man eine besondere Beziehung zu den Menschen im Team hat, dann will man auch als Fahrer den besten Job machen, um jeden zu zeigen, das man ein Teil dieser Mannschaft ist", diktiert der 22-Jährige am Rande des Großen Preises von Japan den Reportern. Ebenso geschickt folgt der Nachsatz: "Ich war ja nur der Neuling hier, Fernando als Titelverteidiger sollte die WM einfahren. Aber schlussendlich bringt man mir mehr Respekt entgegen. Nach dem, was in den letzten Wochen vorging, haben sie gemerkt, wen im Team sie wirklich unterstützen sollten. Ich bin noch stärker als je zuvor mit dem Team verbunden." Von Bevorzugung will er aber nichts wissen: "Ich habe noch nie niemand gefragt, mir besseres Material zu geben. Ich will auf richtige und faire Art und Weise gewinnen. Cleverness oder Schein-(H)Eiligkeit? Klar ist momentan nur, dass es beiden Piloten (noch) nichts bringt, sich gegenseitig von der Piste zu kegeln.

Fernando Alonso gibt in der entscheidenden Phase dieser Weltmeisterschaft trotz der Hamilton-Offensive nicht nur weiterhin den In-Sich-Gekehrten, er möchte fast als Bekehrter auftreten. "Meine Antworten gebe ich lieber auf der Strecke", sagt der Sternenkrieger. Nur soviel: Seine Rolle in der Spionageaffäre sei eine andere als kolportiert werde, er spreche durchaus noch mit Ron Dennis, und sein Vertrag laufe bis Ende 2008. Der Egozentriker aus Oviedo weiß, dass der Trend der letzten Rennen für ihn spricht, dreimal war er besser als Hamilton, nahm ihm fünf Punkte ab und ließ den stolzen Vorsprung des Briten, der Anfang Juli noch 14 Zähler betragen hatte schrumpfen. Bange machen gilt für ihn offenbar nicht: "Ich sollte das wieder umdrehen können. Ich bin noch heißer als sonst…" So heiß wie ein Vulkan? Lewis Hamilton blickte nach seiner Tagesbestzeit im Freitagstraining zu dem imposanten Fujijama hoch: "Es ist beeindruckend, den Berg zu sehen. Ich hoffe, er bricht nicht aus." Wie gesagt, das gilt nur für den Berg.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(