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MOTORSPORT: Stand der Eurospeedway vor dem Aus?

Massive Finanzprobleme: Der Eurospeedway Lausitz stand am 2. März kurz vor der Insolvenz.

Der Eurospeedway Lausitz stand am 2. März kurz vor der Insolvenz. Das berichtet der Berliner »Tagesspiegel« in seiner heutigen Ausgabe. Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) musste den Bau- und Betreibergesellschaften kurzfristig neue Kredite in Höhe von rund 112 Millionen Mark in Aussicht stellen. Dies gehe aus vertraulichen Dokumenten hervor, die dem »Tagesspiegel« vorlägen, teilte die Zeitung am Dienstag mit.

Frisches Kapital

Die BGB ist über ihr Tochterunternehmen Immobilien- und Baumanagement der Bankgesellschaft Berlin (IBG) am Lausitzring beteiligt. Bis dato hätte der Bau der Rennstrecke 310 Millionen Mark gekostet, 241 davon wären Subventionen. Ob das angeforderte frische Kapital der Bankgesellschaft zur Deckung künftiger Risiken ausreiche, bliebe ungewiss, schrieb die Zeitung.

Keine Zuschauermagneten

Die Betreiber des Lausitzringes sehen sich momentan vor dem Problem, eine Rennstrecke ohne ansprechende Rennen zu haben. Die Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich den Kurs zwar angesehen, vom ersten Formel-1-Rennen ist man am Lausitzring aber noch weit entfernt. Die als Formel-1-Alternative gepriesene amerikanische Champ Car-Serie wird der finanzschwachen Rennstrecke auch nicht helfen. Bis heute hat sich noch kein Fernsehsender gefunden, der für die Übertragungsrechte Geld ausgeben möchte.

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