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Qualifikationstraining: Michael Schumacher auf der Pole-Position

Der Ferrari-Pilot fuhr im Qualifikationstraining in Spielberg die Bestzeit und startet beim Großen Preis von Österreich von der Pole. Allerdings lag WM-Spitzenreiter Kimi Räikkönen nur knapp zurück.

Michael Schumacher hat die Grundlage geschaffen, erstmals in dieser Saison die WM-Führung zu übernehmen. Der Ferrari-Pilot fuhr am Samstag im Qualifikationstraining in Spielberg die Bestzeit und startet beim Großen Preis von Österreich von der Pole-Position. Allerdings setzte sich der fünfmalige Formel-1-Weltmeister aus Kerpen nur knapp vor WM-Spitzenreiter Kimi Räikkönen durch. "Die Qualifikation war sehr eng. Deshalb habe ich mich so gefreut", sagte Schumacher, der zum vierten Mal in dieser Saison und insgesamt zum 54. Mal die Pole-Position eroberte. "Wir sind in der richtigen Ausgangslage für das Rennen, was die Reifen und die Strategie angeht."

Auch Mercedes hoffnungsfroh

Schumacher benötigte bei seiner Bestzeit auf dem 4,326 km langen A1-Ring 1:09,150 Minuten. Er war damit nur 0,039 Sekunden schneller als der finnische McLaren-Mercedes-Pilot. "Das war eine Superleistung von Kimi und dem ganzen Team", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug die Vorstellung des Silberpfeil-Fahrers. "Wir haben eine gute Chance zu gewinnen", sagte Räikkönen, der zuversichtlich ist, seine knappe WM-Führung am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/live bei RTL und Premiere) verteidigen zu können. Vor dem sechsten Saisonlauf liegt er mit 32 Punkten nur vier Zähler vor dem Rheinländer.

Heidfeld auf Sauber Vierter

Für eine Riesenüberraschung sorgte Nick Heidfeld im Ersatzwagen als Vierter hinter Juan-Pablo Montoya im Williams-BMW. "Ich bin auch sehr überrascht. Das ist super und tut dem ganzen Team gut", sagte der 26 Jahre alte Sauber-Pilot. "Es wäre ein verspätetes Geburtsgeschenk, wenn ich in die Punkte fahren könnte. Es wird schwierig, den vierten Platz zu halten." Heidfeld ließ in 1:09,725 Minuten sogar Ferrari-Konkurrent Rubens Barrichello hinter sich. Auch sein Mönchengladbacher Teamkollege Heinz-Harald Frentzen war trotz Platz 15 einigermaßen zufrieden: "Ich hoffe, dass ich an meinem Geburtstag am Sonntag ein paar Punkte holen kann."

Probleme bei Ralf Schumacher

Nicht so gut lief es für Ralf Schumacher bei seinem "halben Heimrennen". Der bei Salzburg lebende Williams-BMW-Mann belegte in 1:10,279 Minuten nur den zehnten Platz: "In der ersten Kurve habe ich einige Zehntel liegen gelassen. Die Balance war nicht ideal. Mein Nachteil war, dass ich als erster auf die Strecke musste." BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen nahm den 27-Jährigen in Schutz: "Ralf ist mit dem Handicap des Straßenfegers auf die Strecke gefahren. Mehr konnte man in dieser Situation nicht erwarten."

Neue Hoffnung für Österreich

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat den Veranstaltern neue Hoffnung auf ein Grand-Prix-Comeback gemacht. "Keine Sorge, wir kommen zurück", sagte der Brite angeblich am Freitagabend. Das letzte Wort über den WM-Lauf in Spielberg sei noch nicht gesprochen. Eigentlich sollte am Sonntag das vorläufig letzte Formel-1-Rennen auf dem A1-Ring stattfinden.

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