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1. Bundesliga: Dortmund schlägt Hertha mit 1 -0

Mit kompakter und gut organisierter Defensive gelang es Hertha den BVB lange vom eigenen Tor wegzuhalten. Doch ein Fallrückziehertor von Kevin Großkreutz besiegelte dann doch den knappen Erfolg des Deutschen Meisters.

Patrick Ebert drosch frustriert den Ball in den Berliner Abendhimmel. Die Hertha hatte sich im Spiel eins vor Amtsantritt des neuen Trainers Otto Rehhagel kompakt und in der Defensive gut organisiert präsentiert und Borussia Dortmund so lange vom eigenen Tor fernhalten können.

Da sie ihre wenigen eigenen Chancen, die vornehmlich aus individuellen Fehlern der Dortmunder Hintermannschaft entstanden waren, aber nicht nutzen konnten, reichte dem BVB ein Fallrückzieher von Kevin Großkreutz (66.), um zu einem 1:0-Arbeitssieg zu kommen.

Während Dortmund damit die Tabellenführung weiter untermauerte, vergrößerte die fünfte Meisterschaftspleite in Folge die Abstiegsnot der Hertha gewaltig. Auf ihrem neuem Trainer Rehhagel kommt viel Arbeit zu.

Totale Defensive hilft der Hertha

Im heimischen Olympiastadion hatte das Ein-Spieltags-Gespann René Tretschok und Ante Covic vor 74.244 Zuschauern seine Mannschaft zunächst auf Sicherung des eigenen Tores eingeschworen. Bis zu sieben Hertha-Profis versuchten rund vierzig Meter vor dem Berliner Tor den Gästen jegliche Wege zu versperren. Und das funktionierte sogar recht lange.

Denn den Dortmundern mangelte es trotz Unterstützung von mehr als 20.000 Fans ohne den länger verletzten Mario Götze und den jüngst erst angeschlagenen Shinji Kagawa an Kreativität. Jürgen Klopp hatte Robert Lewandowski ins zentrale Mittelfeld beordert, Lucas Barrios bekam seine Chance von Beginn an. Nutzen konnte er sie nicht.

In der achten Minuten platzierte er einen Kopfball genau auf Berlins Keeper Thomas Kraft. In der 31. Minute schoss sich Barrios wenige Meter vor dem Tor ans eigene Standbein. Kurz vor dem Pausenpfiff rettete der herausstürmende Kraft gegen Lukasz Piszczek, der anschließend verletzt ausgewechselt werden musste.

Die Dortmunder kontrollierten trotz punktueller Vorstöße der Berliner mit mehr oder eher weniger großem Gefahrenpotenzial das Geschehen. Berlins einziger Stürmer Adrian Ramos war bei der taktischen Marschroute meist auf sich allein gestellt. Wenn, dann konnte sich eher noch Mittelfeldmann Raffael in Szene setzen. Die besten Möglichkeit vergab er in der 36. Minute nachdem Mats Hummels in der Borussen-Abwehr ein dicker Schnitzer unterlaufen war.

Hertha setzt Akzente – Großkreutz trifft für Dortmund

Trotz vier von Beginn an fehlender Stammkräfte, darunter der langzeitverletzte Maik Franz, konnten die Hausherren nach dem Seitenwechsel sogar einige Akzente setzen. Binnen drei Minuten verfehlte Patrick Ebert mit zwei Schussversuchen gegen nun enttäuschend ideenlose Dortmunder jeweils nur knapp das Borussen-Tor.

Tretschok roch Lunte, brachte Pierre-Michel Lasogga für den defensiveren Nikita Rukavytsya. Doch die Entscheidung fiel auf der Gegenseite. Nach einem Kopfball von Lewandowski an die Latte überwand Großkreutz Keeper Kraft mit einem sehenswerten Rückzieher aus spitzem Winkel.

Danach brauchten die Borussen die Führung nur noch über die Zeit zu bringen. Die Berliner konnten sich nicht mehr entscheidend aufbäumen.

sportal.de / sportal

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