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1. Bundesliga: Regelverstoß bei Schlaudraff-Tor?

Jan Schlaudraff ließ sich in der Partie zwischen Hannover und Hoffenheim für sein Tor feiern, doch der Gegner protestierte heftig und sah einen Regelverstoß beim 1:0 der Gastgeber.

Während Hannover den gewünschten Sieg zum Ligaauftakt feierte, klagte Hoffenheim über den ersten Treffer, dem ein "Pläuschchen" des Schiedsrichters mit Jan Schlaudraff voraus ging. Tom Starke und Co. klagten einen Regelverstoß an.

Der springende Punkt

In der 15. Minute gab Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer Freistoß für Hannover. Jan Schlaudraff wartete nicht, bis Tom Starke seine Mauer gestellt hatte, sondern schlenzte den Ball zum 1:0 an dem verdutzten Keeper vorbei ins Netz. Die Hoffenheimer sind der Meinung, der Schiedsrichter hätte für alle deutlich machen müssen, dass er den Freistoß schnell ausführen lässt.

"Es ist ja schön, wenn der Schiedsrichter mit Herrn Schlaudraff ein Pläuschchen führt, wie er die Mauer haben möchte", sagte Hoffenheim-Coach Holger Stanislawski anschließend mit einer gehörigen Portion Ironie. Hintergrund ist, das Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach dem Freistoß-Pfiff Jan Schlaudraff gefragt hatte, ob er die Hoffenheimer Mauer zurücksetzen soll. "Der Spieler Schlaudraff hat zu mir gesagt, nein, er brauche keine Mauer. Daraufhin habe ich das Spiel freigegeben", berichtete Kinhöfer nach der Partie. 

Der schnelle Schlaudraff

Schlaudraff schaltete schnell und schlenzte den Ball zum 1:0 über die verdutzten Hoffenheimer ins Tor. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Sejad Salihovic (18.) und das 96-Siegtor durch Mohammed Abdellaoue (30.) resultierten jeweils aus Foulelfmetern. "Nach meiner Meinung war das ein klarer Regelverstoß. Wenn er den Ball durch ein Handzeichen am Boden freigibt, kann ich das nicht erkennen, wenn 18 Mann vor mir stehen. So sehe ich natürlich aus wie ein Trottel", schimpfte Hoffenheims Keeper Tom Starke auf den Unparteiischen.

Auch Verteidiger Marvin Compper war sauer: "Wenn man den Freistoß freigibt, sollten das beide Mannschaften wissen." Doch Kinhöfer wollte von einem Regelverstoß nichts hören: "Ich kann nicht wissen, was die Hoffenheimer Spieler denken." Der schlitzohrige Ex-Nationalspieler Schlaudraff bestätigte die Schiedsrichter-Version. "Kein Hoffenheimer hat sich vor den Ball gestellt. Dann hat mich der Unparteiische gefragt und ich habe erklärt, dass ich direkt schießen will." Gesagt, getan, doch nicht nur wegen dieses Tores war der agile Schlaudraff bester Spieler von Hannover 96.

Letztlich wollte Holger Stanislawski aber auch nicht alles an diesem Tor festmachen. "Wir müssen uns selber den Vorwurf machen, dass wir beim letzten Ball nicht konsequent waren. Es ist aber schon gut anzusehen, wie die Jungs kombiniert haben. Das war ein Schritt in die richtige Richtung".

sportal.de / sportal

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