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1. Bundesliga Hannover 96 wieder auf Europakurs


Klare Angelegenheit: Hannover hat Köln deutlich geschlagen und ist dran an den EL-Plätzen. Für Kaiserslautern sieht es nach der hohen Heimniederlage gegen Schalke dagegen düster aus.

Hannover 96 hat am frühen Sonntagabend den 1. FC Köln mit 4:1 geschlagen. Die Niedersachsen stehen zwar weiter auf dem siebten Tabellenplatz, sind aber bis auf einen Punkt an Werder Bremen herangerückt und haben gute Aussichten, sich auch in der nächsten Saison für die Europa League zu qualifizieren. Köln liegt lediglich drei Punkte vor Relegationsplatz 16.

Im Spiel zuvor ist vielleicht schon eine Vorentscheidung in Sachen Abstieg gefallen. Der 1. FC Kaiserslautern verlor gegen bärenstarke Schalker, die einer erfolgreichen Woche mit dem 4:1-Sieg auf dem Betzenberg die Krone aufsetzten. Die Lauterer verpassten die große Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Jetzt beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz bereits fünf, auf den rettenden 16. Platz sogar sechs Punkte.

Hannover stürmt zu einem Club-Rekord
Mit der Euphorie der Europa League im Rücken ist Hannover 96 zu einem Clubrekord in der Fußball-Bundesliga gestürmt. Durch den Sieg gegen Köln ist das Team von Mirco Slomka seit nunmehr 14 Heimspielen ungeschlagen und Die Tore erzielten Lars Stindl (19.), Jan Schlaudraff (61./Foulelfmeter) und Mame Diouf (67./83.).

Die Kölner vermissten Podolskis Torjägerqualitäten vor 45.000 Zuschauern schmerzlich. Trainer Stale Solbakken gab nach der Sperre für den Star dem erst 18-jährigen Schweden Mikael Ishak erstmals eine Chance in der Startelf. Der Winterzugang hätte schon in der zehnten Minute für die Führung sorgen können. Zunächst lief Milivoje Novakovic allein auf Hannovers Tor zu, schoss aber nur den herauslaufenden Schlussmann Ron-Robert Zieler an. Der Nachschuss von Ishak trudelte am Pfosten vorbei.

Köln macht zu viele Fehler


Das bestraften die ansonsten dominierenden und engagierteren Gastgeber. Nach einem von vielen Angriffen über die linke Seite kam Jan Schlaudraff aus 13 Metern frei zum Schuss. Torhüter Michael Rensing blockte den Ball zwar mit einem Reflex ab, im Nachsetzen drückte Stindl das Leder zu seinem zweiten Saisontor ins Netz. Die Kölner brachten sich mehrfach mit Ballverlusten selbst in Gefahr und hatten Glück, als ein Distanzschuss von Stindl nur haarscharf am Torwinkel vorbeiflog (34.).

Die Gastgeber investierten auch nach der Pause zunächst mehr. Ein umstrittener Elfmeter, den Jan Schlaudraff verwandelte, und Diouf mit seinen Saisontreffern drei und vier machten alles klar.

Kaiserslautern miit rabenschwarzer Serie


Mit der rabenschwarzen Serie von 16 Spielen ohne Sieg verliert der 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf den Boden unter den Füßen. Vor 49.80 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion gingen die Pfälzer zwar durch Rodnei (3. Minute) früh in Führung. Lewis Holtby (39.) und Klaas-Jan Huntelaar (45.) drehten die Partie aber noch vor der Pause. Raúl (51.) und Farfán (81.) erhöhten sogar noch auf 4:1.

Fulminant hatten die Pfälzer losgelegt. Einen Freistoß von Kapitän Christian Tiffert köpfte Rodnei ins Schalker Tor. Den brasilianischen Innenverteidiger hatte die gesamte Abwehr der "Königsblauen" unbeachtet gelassen. Wieder ein Treffer eines Kaiserslauterer Defensivspielers - alle vier Treffer der Pfälzer in der Rückrunde erzielten Abwehrkräfte.

Lautern kämpft aufopferungsvoll


Die Lauterer kämpften aufopferungsvoll, die Schalker dagegen ließen sich vom frühen Rückstand nicht beeindrucken. Torjäger Huntelaar hatte die Partie im Europapokal mit drei Treffern beinahe im Alleingang gedreht. Auch die Lauterer bekamen den Niederländer nicht in Griff. Zunächst machte es aber Lewis Holtby mit Gewalt. Der Schalker Mittelfeldspieler hielt mit links von der Strafraumgrenze einfach mal drauf - der Ball landete genau im rechten Torwinkel.

Sechs Minuten später schlug dann der "Hunter" zu. Mit einem Flachschuss überwand Huntelaar Torhüter Sippel zum 2:1. Superstar Raúl gelang kurz nach der Pause beinahe eine Kopie von Holtbys Treffer - nur schöner. Auch der Spanier zog von der Strafraumgrenze aus ab - sein Schuss landete im linken Torwinkel. Farfán schloss schließlich noch einen Konter zum 4:1 ab. Auf der Tribüne vergrub FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sein Gesicht tief im Jackenkragen.

tis/DPA DPA

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