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2. Bundesliga: Nürnberg und Bochum wahren ihre Aufstiegschancen

Englische Woche im Unterhaus der Bundesliga: Mit wichtigen Auswärtssiegen haben der VfL Bochum (3:1 in Düsseldorf) und der Club aus Nürnberg (2:0 in Sandhausen) ihre Aufstiegschancen gewahrt. Düster sieht es für Paderborn aus.

Harter Kampf um den Ball im Spiel Nürnberg gegen Sandhausen

Harter Kampf: Dem 1.FC Nürnberg wurde beim SV Sandhausen nichts geschenkt. Dennoch setzte sich der Club durch und zog mit dem Tabellenzweiten Freiburg gleich.

Gleich fünf Begegnungen standen zu Beginn des 24. Spieltages in der 2. Bundesliga auf dem Programm. Sowohl im Aufstiegs- wie im Abstiegsrennen gab es richtungsweise Spiele. Während der VfL Bochum und der Nürnberger "Club" mit Auswärtssiegen ihren Ambitionen auf eine Rückkehr in die erste Liga wahrten, wird die Situation für Bundesligaabsteiger SC Paderborn und seinen Coach Stefan Effenberg immer prekärer. Da München 1860 mit einem 1:0 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern den Aufstiegstrend bestätigte, setzten sich die Ostwestfalen trotz eines 0:0 beim KSC auf Abstiegsplatz 17 fest. Die Spiele im einzelnen:

Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum 1:3 (1:0)

Der VfL Bochum hält weiter engen Kontakt zu den Aufstiegsrängen. Beim 3:1 (0:1)-Sieg bei Fortuna Düsseldorf spielten die Gäste aber nur eine Halbzeit wie ein Aufstiegskandidat. Zunächst vergaben die Bochumer zahlreiche Chancen und mussten sogar durch Sercan Sararer (19. Minute) einen Rückstand hinnehmen. Erst nach der Pause dominierten die Gäste vor 23.574 Zuschauern die Partie. Simon Terodde (63.), Thomas Eisfeld (67.) sowie Janik Haberer (73.) drehten mit ihren Treffern noch das Spiel und bewahren bei fünf Punkten Rückstand zum Relegationsplatz die Bochumer Aufstiegshoffnungen.

SV Sandhausen - 1.FC Nürnberg 0:2 (0:1)

Der 1. FC Nürnberg bleibt im Aufstiegsrennen auf Kurs. Die Franken gewannen beim SV Sandhausen nach einer abgeklärten Vorstellung verdient mit 2:0 (1:0) und zogen nach Punkten zumindest für einen Tag mit dem SC Freiburg auf Rang zwei gleich. Der Club blieb in der Kurpfalz zum 14. Mal in Serie ohne Niederlage und festigte dank der Tore von Niclas Füllkrug (40. Minute) und des früheren SV-Profis Danny Blum (84.) Rang drei. Für die Gastgeber, bei denen Philipp Klingmann mit Gelb-Rot vom Platz flog (79.), war es vor 5379 Zuschauern das vierte Spiel in Serie ohne Sieg.

1.FC Kaiserslautern - 1860 München 0:1 (0:1)

Der TSV 1860 München hat im Abstiegskampf das nächste Erfolgserlebnis gefeiert. Drei Tage nach dem 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf siegten die "Löwen" am Dienstag beim 1.FC Kaiserslautern mit 1:0 (1:0). Damit liegt die lange abgeschlagene Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann nur noch drei Punkte hinter Rang 15. Abwehrspieler Kai Bülow nutzte eine der wenigen Chancen des Tabellen-Drittletzten in der 18. Minute zum Tor des Tages. Vor 23.547 Zuschauern traf Kacper Przybylko kurz vor Schluss die Latte des Münchner Gehäuses. Die spielerisch schwachen Lauterer blieben auch im dritten Heimspiel 2016 sieglos.

Karlsruher SC - SC Paderborn 0:0

Die Talfahrt von Bundesligaabsteiger SC Paderborn geht unvermindert weiter. Der nun seit zwölf Spielen sieglose Vorletzte der 2. Liga kam beim Karlsruher SC in einer äußerst schwachen Partie nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. Damit bleibt auch der Druck auf Trainer Stefan Effenberg hoch. Weil gleichzeitig 1860 München in Kaiserslautern gewann, stehen die Ostwestfalen nach ihrem enttäuschenden Auftritt nun zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Der KSC wiederum verpasste mit dem Unentschieden vor 11.831 Zuschauern erneut den ersten Heimsieg in diesem Jahr.

SpVgg Greuther Fürth - Union Berlin 2:0 (1:0)

 Die SpVgg Greuther Fürth ist durch einen Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin in die obere Tabellenhälfte geklettert. Die Franken gewannen mit 2:0 (1:0) und zogen dank nun 32 Punkten im Klassement auch an den Gästen aus der Hauptstadt (30) vorbei. Fürths Top-Torjäger Sebastian Freis (4. Minute) und Johannes Wurtz (80.) sorgten vor 7960 Zuschauern für den verdienten Sieg, dem neunten in dieser Saison. Vier Tage nach der Derby-Niederlage in Nürnberg hatte das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck leichtes Spiel mit personell geschwächten Berlinern, denen etwa die beiden besten Torjäger gesperrt fehlten.

dho/DPA

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