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2. Bundesliga: Dresden muss in die Relegation

Auch die letzte Entscheidung in der 2. Bundesliga ist gefallen: Durch ein umstrittenes Tor in Sandhausen hat sich Erzgebirge Aue gerettet. Dynamo Dresden muss in die Relegation gegen Osnabrück.

Dresden bangt, Aue atmet auf: Mit einem Zittersieg am 34. Spieltag bei Absteiger SV Sandhausen hat sich Erzgebirge Aue ein weiteres Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Dagegen muss Dynamo Dresden im Kampf um den Klassenverbleib nachsitzen und trifft nun in der Relegation auf den Drittliga-Dritten VfL Osnabrück. Mit einem Sieg verabschiedete sich Trainer Holger Stanislawski, der den 1. FC Köln nach der verpassten Aufstiegschance verlässt.

Lange mussten die mitgereisten Aue-Fans in Sandhausen warten, dann erlöste sie Jan Hochscheidt (79. Minute) - allerdings durch einen umstrittenen Treffer, bei dem er dem Sandhausener Torwart Langer den Ball aus den Händen köpfte. Damit verteidigte das Team von Trainer Falko Götz seinen 15. Platz und muss nicht in das Nervenspiel Relegation. Dort muss nun Nachbar Dresden seine letzte Chance im Kampf gegen den Sturz in die Drittklassigkeit nutzen. Selbst ein 3:1 (0:0) gegen Schlusslicht Jahn Regensburg nutzte am letzten Spieltag nichts.

Das Duell Dresden gegen Osnabrück gab es in der Relegation schon einmal. In der Saison 2010/11 war die Vorzeichen umgekehrt. Dynamo setzte sich als Drittligist in den beiden Spielen durch und stieg auf. Nun drängt Osnabrück auf Revanche. Die Spielen finden 24. und 28. Mai statt (jeweils um 20.30 Uhr).

Kaiserslautern noch nicht in Relegationsform

Etwas zu ruhig ließ es vier Tage vor dem Auftakt der Aufstiegsrelegation gegen 1899 Hoffenheim der Tabellendritte 1.FC Kaiserslautern beim 1:2 (0:2) gegen den FC St. Pauli angehen. Dennis Daube (15.) und Daniel Ginczek (33.) brachten die Gäste in Front, Erwin Hoffer konnte nur noch verkürzen (71.). In der Relegation gegen den Bundesliga-16. soll es aber besser bei den Pfälzern klappen. "Das sind zwei neue Spiele", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz. Am kommenden Donnerstag, 23. Mai, hat zunächst Hoffenheim Heimrecht, das Rückspiel findet am Montag, 27. Mai, auf dem Betzenberg statt. Anstoß ist jeweils um 20.30 Uhr.

Als Meister ließ sich beim Saison-Finale Hertha BSC feiern, doch Energie Cottbus erwies sich beim 1:1-Erfolg (1:0) ein wenig als Partyschreck. Nicolas Farina traf für die Gäste (28.), Hertha-Profi Maik Franz sah wegen einer Notbremse Rot (45.+1). John Anthony Brooks sorgte aber noch für das Remis (87.). Mit-Aufsteiger Eintracht Braunschweig verabschiedete sich ebenfalls ohne Heimerfolg aus dem Unterhaus: Gegen den FSV Frankfurt reichte es nur zu einem 2:2 (1:1). Dennis Kruppke (2./73.) traf für die Hausherren, für die Gäste waren Michael Görlitz (11.) und Edmond Kapllani (50.) erfolgreich. Braunschweigs Torwart-Legende Bernd Franke freute sich bei Sky über sein Herzensteam: "Ich bin sehr froh. Ich bin ja mit der Eintracht noch abgestiegen."

Köln schenkt "Stani" 3:0 zum Abschied

Mit einem Erfolgserlebnis endete für Stanislawski das Abenteuer in Köln. Nach schwacher Vorrunde hatte sich der Bundesliga-Absteiger lange an Platz drei herangearbeitet, am Ende reichte es aber nicht. "In den entscheidenden Spielen zum Ende der Saison konnte ich nicht das Maximum aus der Mannschaft herausholen. Mit meiner Bitte um Vertragsauflösung stelle ich mich meiner Verantwortung und ziehe die Konsequenz daraus", erklärte Stanislawski. Seine Profis schenkten ihm zum Abschied einen 3:0-Sieg beim FC Ingolstadt.

In gewohnter Haarpracht beging Peter Neururer das Saisonfinale. Unter der Woche hatte der Coach des VfL Bochum sein Versprechen eingelöst und sich nach dem vollbrachten Klassenverbleib die Haare in Blau und Weiß gefärbt. Nach einem Tag war aber alles wieder beim Alten. Neururer, dessen Team sich mit einem 1:2 (0:0) gegen Union Berlin in die Sommerpause verabschiedete, hofft nun auf eine baldige Vertragsverlängerung. 1860 München besiegte VfR Aalen mit 3:0 (1:0), der MSV Duisburg bezwang den SC Paderborn mit 3:2 (1:1).

dho/DPA / DPA

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