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2. Bundesliga Regensburg und Karlsruhe trennen sich in der Relegation 1 -1


Im Relegationsspiel um den letzten Platz der zweiten Liga ging Jahn Regensburg nach einem Strafstoßgeschenk von Schiedsrichter Christian Dingert in Führung. Doch der KSC hatte einen Spieler in seinen Reihen, der nicht nur einen großen Namen hat, sondern auch das Heft in die Hand nahm.

Im Hinspiel der Relegation trennten sich Jahn Regensburg und der Karlsruher SC mit einem 1:1. Die Hausherren gingen durch einen Strafstoß, den Selcuk Alibaz (58.) verwandelte, in Führung. Dabei handelte es sich um eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert, der auf eine Schwalbe von Stefan Binder hereinfiel.

Der KSC erkannte das Alarmsignal und agierte in einer insgesamt mäßigen Partie offensiver. Pascal Gross traf mit seinem zweiten gefährlichen Fernschuss zum verdienten Ausgleich (75.). Zum Ende hin übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando und waren dem Sieg näher, doch der eingewechselte Louis Ngwat-Mahop verpasste das 1:1. Dennoch werden die Karlsruher beim Rückspiel in der Rolle des Favoriten stecken.

Ausverkaufte Relegation

Dreimal setzte sich bisher der Drittligist in der Relegation gegen das klassenhöhere Team durch. Der Karlsruher SC besiegte aber zuletzt den Aufsteiger in die Bundesliga Eintracht Frankfurt. Das Team blühte unter Trainer Markus Kauczinski auf und hatte sich auf den 16. Platz gerettet. So fuhren die Badener frohen Mutes nach Regensburg.

Jahn Regensburg hat mit dem dritten Rang das Soll in der aktuellen Saison schon übererfüllt. Da verwundert es nicht, dass Coach Markus Weinzierl beim FC Augsburg im Gespräch als Nachfolger von Jos Luhukay ist. Allgemein wird sein Abgang erwartet. Und wie das Geschäft so ist, fürchten die Oberpfälzer, dass der eine oder andere seiner Schützlinge ebenso den Club verlassen wird.

Das mit knapp 11.000 Zuschauern prall gefüllte und vor allem seit acht Jahren erstmals ausverkaufte Jahnstadion bot den würdigen Rahmen für die Veranstaltung. Beide Teams hatten aber Schwierigkeiten in die Partie zu kommen. So war das Relegationsspiel anfangs vor allem durch den Kampfgeist beider Teams geprägt.

Unbeliebter Mann in Schwarz

Für Aufregung sorgte ein nicht gegebenes Tor nach gut einer Viertelstunde. Nach einer Ecke von rechts drückte Tobias Schlauderer den Ball aus der Nahdistanz über die Linie. Doch Schiedsrichter Christian Dingert hatte zu diesem Zeitpunkt das Spiel schon unterbrochen, da er vorher ein Schieben von Mario Neunaber gegen die Innenverteidigung gesehen hatte.

Der Referee machte sich auch in der Folge eher unbeliebt bei den Regensburger Anhängern. Nach knapp über einer halben Stunde zückte er den gelben Karton gegen Thomas Kurz aufgrund eines Foulspiels. Damit wird der defensive Mittelfeldspieler aufgrund einer Sperre das Rückspiel am Montag verpassen.

Kurz zuvor hatte er schon Philipp Ziereis verwarnt, der wie viele Fans einen Strafstoß wegen eines vermeintlichen Handspiels sechs Meter vor dem Tor forderte. Doch auch in diesem Fall lag der Mann im schwarzen Trikot absolut richtig, denn es war die Hand des Regensburgers, welche zum Ball ging und nicht die des Gegners.

Zahlreiche Unterbrechungen sorgten für Hektik vor der Pause. Dingert hatte immer wieder seine Pfeife im Mund. Der Spielfluss litt darunter. Der KSC kam vor dem Wechsel nicht zu einer Chance trotz vorhandener Feldüberlegenheit. Da auch der Jahn kaum Produktives im Aufbau leistete, ging es folgerichtig ohne Torerfolg in die Kabinen.

Jahn nutzt fragwürdigen Strafstoß

Der KSC brachte zu Wiederbeginn Klemen Lavric für Marco Terrazzino, um der Offensive zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. Sebastian Schiek flankte von der rechten Seite, Neunaber ließ Lavric zu viel Raum. Doch dessen Kopfball war unplatziert und mit zu wenig Schwung, um Keeper Michael Hofmann zu überwinden.

Das 1:0 fiel auf der anderen Seite. Stefan Binder fiel ohne Kontakt im Strafraum der Karlsruher zu Boden. Doch Dingert ließ sich zum Elfmeterpfiff hinreißen. Dieses Geschenk nutzte Selcuk Alibaz eiskalt.

Der KSC war nun zu mehr Offensivaktionen gezwungen. Pascal Groß versuchte es auch gleich einmal mit einem Fernschuss, welcher von Hofmann an den Außenpfosten gelenkt wurde. Den nächsten Distanzschuss konnte der Torwart nicht parieren. Groß visierte das rechte untere Eck ein, wo das Leder eine Viertelstunde vor Schluss auch zum verdienten Ausgleich einschlug.

Sogar der Sieg wäre für die Gäste möglich gewesen, doch Louis Ngwat-Mahop rutschte drei Minuten vor dem Ende knapp am langen Pfosten an einer Hereingabe von Groß vorbei. Dennoch haben die Karlsruher aufgrund des Auswärtstreffers die bessere Ausgangsposition vor dem Rückspiel, das am Montag stattfinden wird, gegenüber Jahn Regensburg.

Uwe Toebe

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