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2. Bundesliga: St. Pauli pirscht sich an die Spitze

Durch einen Sieg gegen FSV Frankfurt hat der FC St. Pauli vorerst den Sprung auf den vierten Tabellenplatz geschafft. Für Kaiserslautern geht es hingegen weiter abwärts.

Der FC St. Pauli hat in der 2. Fußball-Bundesliga den Sprung ins obere Tabellendrittel geschafft. Die Kiezkicker setzten sich am Samstag am Millerntor gegen den FSV Frankfurt mit 2:1 (1:0) durch und kletterten mit nun elf Zählern aus sieben Partien auf den vierten Platz. Der Ex-Frankfurter John Verhoek (3. Minute) und Marc Rzatkowski (58.) sorgten mit ihren Treffern für den dritten Heimsieg der Hamburger. Edmond Kapllanis abgefälschtes Hacken-Tor (63.) reichte für den FSV nicht zum Punktgewinn.

Vor 27.863 Zuschauern erwischten die St. Paulianer einen idealen Start, als Torjäger Verhoek nach Vorarbeit von Kevin Schindler am kurzen Pfosten zur Stelle war. Danach waren die Hessen das bessere Team, scheiterten aber immer wieder an St. Paulis starkem Keeper Philipp Tschauner. Ob beim Schuss von Mathew Leckie (6.) oder der FSV-Doppelchance durch Joan Oumari und Manuel Konrad (22.) - an Tschauner war im ersten Spielabschnitt kein Vorbeikommen.

Krise beim FCK hält an

Erst Kapllani fand fünf Minuten nach Rzatkowskis Treffer per Hacke die Lücke in der St.-Pauli-Defensive. Anschließend versuchte FSV-Coach Benno Möhlmann seinem Team mit einem Dreifach-Wechsel (65.) neue Impulse zu verleihen - am Ende aber erfolglos. In der 89. Minute flog Frankfurts Innenverteidiger Nils Teixeira mit Gelb-Rot vom Platz.

Für den 1. FC Kaiserslautern läuft es hingegen weiter nicht mehr rund. Auch im zweiten Spiel unter der Regie von Oliver Schäfer hat der Aufstiegsaspirant keine Werbung für eine dauerhafte Beschäftigung des Interimstrainers gemacht. Nach dem 2:2 gegen Energie Cottbus verlor Kaiserslautern beim SV Sandhausen 0:1 (0:0). Vor 9500 Zuschauern im Hardtwaldstadion betreute Schäfer zwar das bessere Team, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Kapitän Frank Löning nutzte nach 85. Minuten die erste Chance zum Siegtreffer für Sandhausen.

Dabei hatten nach fünf Minuten schon die Roten Teufel gejubelt. Allerdings umsonst, denn das Kopfballtor von Olivier Occean wurde wegen einer Abseitsstellung von Flankengeber Marcel Gaus abgepfiffen. Auch ein Treffer von Markus Karls zählte nicht (10. Minute).

Sandhausen hatte bis zum Pausenpfiff keine einzige Gelegenheit. Beim FCK waren scheiterten Gaus und Occean mit Kopfbällen. Auch Alexander Ring vergab eine Möglichkeit. In Halbzeit zwei blieb lange Rings geblockter Schuss aus der 65. Minute die beste Gelegenheit einer schwachen Zweitliga-Partie, bis Löning von Willi Orban angeschossen wurde und der Ball ins Netz kullerte. Ring vergab in der Nachspielzeit die beste Gelegenheit zum Ausgleich.

tis/DPA / DPA

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