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Account gehackt: Falscher Götze twittert Wechsel nach Australien

Was Mario Götze am Morgen über Twitter verbreitete, mutete kurios an: Er sei Halbiraker und würde nach Australien wechseln. Auf Facebook klärte der Nationalspieler die Verwirrung später auf.

Der Twitter-Account von Fußball-Nationalspieler Mario Götze hat eine Hackerattacke aushalten müssen. Auf der verifizierten Seite des Mittelfeldprofis vom FC Bayern München beim Kurznachrichtendienst wurde Götze am Freitagvormittag plötzlich als "Vollzeitverräter" ("Full time traitor") bezeichnet, diverse kryptische Einträge feierten den Halbfranzosen Marouane Chamakh vom englischen Erstligisten Crystal Palace ("Chamakh>messi+ronaldo"). Zugleich gab der Schein-Götze einen Vereinswechsel nach Australien bekannt: "Mein neuer Verein! Brunswick City", hieß es da.

"Chamakh ist König" ("Chamakh is king") stand unter Götzes Profilbild. Der letzte Post des mutmaßlichen Hackers: "Ich bin halber Iraker, könnte für die irakische Nationalmannschaft spielen." Erst nach fast einer Stunde waren die verdächtigen Einträge wieder von Götzes Twitter-Seite verschwunden.

Am frühen Nachmittag bestätigte Götze den Hackerangriff via Facebook. "Hallo Leute, heute wurde mein Twitter Account gehackt. Alle Postings und Tweets waren kompletter Unsinn!!!", schrieb er.

Götze steht erstmals im Kader

Kein Unsinn ist hingegen, dass Götze am Wochenende erstmals im Bayern-Kader stehen wird. Trainer Pep Guardiola nominierte den 21-Jährigen für die Bundesligapartie gegen Eintracht Frankfurt, nachdem sich der lange verletzte Götze zuvor stark verbessert im Training gezeigt hatte. "Er wird mit uns kommen nach Frankfurt, er steht im Kader", sagte Guardiola. Beim Mittelfeldprofi gehe es bei den Übungseinheiten "jeden Tag ein bisschen voran".

Ob Götze gar von Anfang an ran darf, wollte er nicht verraten. "Ich will vorher seine Augen, seinen Kopf und seine Beine sehen", kündigte der spanische Startrainer an. "Erst im letzten Moment will ich entscheiden, wer spielt." Götze habe allerdings bislang nur "sechs- oder siebenmal" mit der Mannschaft trainiert - das spreche gegen einen Startelfeinsatz, ließ Guardiola durchblicken.

swd/DPA / DPA

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