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Algerien-Besuch: Zidane frenetisch gefeiert

20 Jahre war Frankreichs Fußball-Idol Zinedine Zidane nicht im Land seiner Eltern. Nun kehrte "Zizou" für einen Kurzbesuch nach Algerien zurück. Sein Kopfstoß während des WM-Finales wird dort übrigens als Tat eines "Ehrenmannes" bezeichnet.

Beim ersten Besuch im Land seiner Eltern nach 20 Jahren ist Frankreichs Fußball-Idol Zinedine Zidane in Algerien frenetisch und wie ein Held gefeiert worden. Vor allem Jugendliche umringten den ehemaligen Nationalspieler bei jeder Gelegenheit und jubelten ihm zu. Zidane war am Montag mit einer algerischen Regierungsmaschine für seinen fünftägigen Besuch in Algier eingetroffen, wo er wie ein Regierungschef empfangen wurde.

Als erstes besuchte der nach der WM zurückgetretene Fußball-Star medizinische Einrichtungen in Sidi Daoud, Beni Amrane und Boumerdes. Sie waren mit dem Erlös eines Benefiz-Spiels der französischen Nationalmannschaft gegen Olympique Marseille finanziert worden. "Ich bin glücklich, mit eigenen Augen zu sehen, wo die Spenden angekommen sind", sagte die einstige Nummer 10 der "Bleus".

"Zidane die Ehre Algeriens"

Zidane war zuletzt im Alter von 15 in Algerien, das sein Vater 1962 verlassen hatte, um in Frankreich Arbeit zu finden. Präsident Abdelaziz Bouteflika, der den Kopfstoß Zidanes während des WM-Endspiels gegen den Italiener Marco Materazzi die Tat eines "Ehrenmannes" nannte, inszenierte den Besuch Zidanes als "Heimkehr eines Stars". Der frühere algerische Nationalspieler Lakhdar Belloumi erklärte: "Zidane hat uns zu Freudentränen gerührt, genauso wie er die Franzosen zum Weinen gebracht hat. Wir standen von 1998 bis 2006 seinetwegen hinter den Bleus. Das ist die Ehre Algeriens."

DPA/kbe

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