Die großen Überraschungen bleiben im DFB-Pokal in diesem Jahr wohl aus. Zog der damalige Drittligist Arminia Bielefeld 2025 noch ins Finale in Berlin ein, sind 2026 jetzt nur noch Erstligisten im Wettbewerb. Im Halbfinale kommt es nun sogar zum Kracherduell: Der neue alte deutsche Meister FC Bayern München ist zu Gast beim Meister von 2024, Bayer 04 Leverkusen.
Im vergangenen Jahr entthronten die Münchner zwar den Vorjahresmeister Leverkusen in der Bundesliga, im Pokal flogen sie jedoch gegen die Rheinländer raus. Bereits im Achtelfinale kam es zum Aufeinandertreffen, das die Werkself mit 1:0 für sich entschied.
Die Rheinländer könnten mit einem erneuten Pokalsieg gegen die Bayern ihre bislang durchwachsene Spielzeit in neue Bahnen lenken. „Es kann die Saison verändern“, sagte Bayer-Abwehrspieler Jarell Quansah vor der Partie gegen München. „Es kann uns in ein riesiges Finale bringen. Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel ist.“
Bayer 04 Leverkusen vs. FC Bayern München im Free-TV
Um 20.45 Uhr am Mittwochabend rollt der Ball in der BayArena in Leverkusen. Das ZDF überträgt das Spiel zwischen Bayer und Bayern live im TV und in der Mediathek. Wie gewohnt zeigt auch der Bezahlsender Sky die Partie. Bei den Inforadios der ARD oder in der Sportschau-App können Fußball-Fans das Duell im Audiokommentar verfolgen.
Der FC Bayern stand das bislang letzte Mal im Jahr 2020 im DFB-Pokalfinale – gegen Bayer Leverkusen. Die Münchner entschieden das Spiel damals mit 4:2 für sich und holten den Titel. Seither sind sie im Pokal leer ausgegangen, während Leverkusen 2024 mit dem Pokalsieg gegen Kaiserslautern (1:0) das Double perfekt machte.
Sowohl die aktuelle Form als auch die Bilanz sprechen jedoch für den Rekordmeister: Die Bayern gewannen den DFB-Pokal insgesamt 20 Mal. Leverkusen stand fünfmal im Pokalfinale und holte den Titel 1993 und 2024.
Das zweite DFB-Pokal-Halbfinale findet am Donnerstag statt – der Titelverteidiger VfB Stuttgart empfängt den SC Freiburg (20.45 Uhr/ARD und Sky). Damit sind erstmals seit drei Jahren vier Bundesligisten in der Runde der besten vier Mannschaften unter sich.