Bayern München "Das ist haarsträubend"


Weiter Unruhe beim deutschen Rekordmeister: Nachdem die Bayern-Bosse zum Teil heftige Kritik auch an Trainer Felix Magath geübt haben, holt der jetzt zum Gegenschlag aus und wehrt sich.

Trainer Felix Magath vom FC Bayern München und seine Mannschaft geraten zunehmend unter Druck. Nach Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß hat sich auch Präsident Franz Beckenbauer kritisch über den "alles andere als glücklich" verlaufenen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga geäußert. "Man muss die Entwicklung beobachten, es darf kein Dauerzustand werden. Ich kann nur hoffen, dass sich die Spieler zusammenreißen", sagte der 61-Jährige dem "kicker" (Donnerstag-Ausgabe). "Der FC Bayern hat diesen Nimbus, er darf sich nicht mehr erlauben, als sie sich bisher erlaubt haben."

"Ich kann ihm da nicht folgen"

Die 1:2-Pleite am vergangenen Samstag bei Arminia Bielefeld ist in der Chefetage beim deutschen Rekordmeister nicht gut angekommen. "Normalerweise kannst du in Bielefeld nicht verlieren", meinte Beckenbauer, der im Weggang von Michael Ballack zum FC Chelsea nach London einen Grund für den holprigen Saisonstart sieht. "Er war der Mannschaftskapitän auf dem Platz, um ihn drehte sich alles, er gab den anderen Halt", sagte Beckenbauer, "das hat man in den ersten Spielen nicht gesehen. Wir haben ihn vermisst".

Magath setzte sich gegen die Kritik der Bayern-Bosse zur Wehr. "Es gibt keinen Grund, die Spieler nicht zu schützen", konterte der Coach den Ratschlags Rummenigges, die Schonzeit seiner Stars zu beenden. Rummenigges Forderung, die Mannschaft müsse nun Vollgas geben, kann Magath nicht nachvollziehen: "Vielleicht sieht er den einen oder anderen Spieler nicht wie ich. Ich kann ihm da nicht folgen." Als einen "Witz" tat der 53-Jährige den Vorwurf ab, die Mannschaft habe in Bielefeld zu offensiv gespielt: "Das ist haarsträubend."

DPA/kbe


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