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Bayern München: King Kahn bläst zur Attacke

Die Winterpause ist nicht mehr weit. Und die Bayern liegen nur auf Platz vier. Olli Kahn ist das zu wenig. Der Torwart-Titan will immer oben sein und attackiert jetzt die Konkurrenz. Ex-Kollege Effenberg erwartet weitere Psycho-Angriffe der Bayern.

Kapitän Oliver Kahn vom FC Bayern München bläst zur Jagd auf Spitzenreiter Schalke 04 und rechnet fest mit der Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga. "Auf Grund der schwierigen Voraussetzungen vor der Saison ging es mir eigentlich in der Vorrunde nur darum, sich vorne festzubeißen, um im neuen Jahr das Feld von hinten aufzurollen", sagte der Torwart des deutschen Rekordmeisters der "Sport Bild". "Inzwischen gehe ich so weit zu sagen: Wir werden sogar noch Herbstmeister. Mit zwei Heimspielen gegenüber einem Auswärtsspiel ist das durchaus realistisch."

Kahn nimmt Bremen ernster als Schalke

Drei Spieltage vor Ende der Hinrunde liegen die Bayern mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Schalke.04 auf Rang vier. Im Kampf um die Meisterschaft sieht Kahn Werder Bremen und nicht Schalke als härtesten Konkurrenten. "Bei Schalke weiß man nie, was da als Nächstes wieder passiert", meinte Kahn, "Schalke ist natürlich ernst zu nehmen, aber ich halte Bremen für unseren Rivalen Nummer eins."

Kahn ehemaliger Mannschaftskollege Stefan Effenberg erwartet unterdessen Psycho-Angriffe seines früheren Clubs auf die Bundesliga-Konkurrenz. "Was wir jetzt sehen werden, ist die alte Bayern-Schule", sagte der frühere Nationalspieler der "Sport Bild", "den Gegner in der Öffentlichkeit verunsichern, sticheln, um die Konkurrenz nervös zu machen. Bei Bremen mache ich mir da weniger Sorgen. Aber ich bin mal gespannt, wie Schalke damit umgehen kann."

"Sie wissen, was zu tun ist"

Zudem glaubt Effenberg, dass die Bayern sich ihrer Bestform nähern und sich schon bald wieder an die Spitze setzen werden. "Insgeheim lacht sich Uli Hoeneß doch beim Anblick der Tabelle jetzt ins Fäustchen", sagte Effenberg: "Bayern fehlt gerade mal ein Sieg auf Schalke. Dabei hätten das auch neun Punkte Rückstand sein können. Und dieser Umstand macht Uli nur noch froher. Denn was wir jetzt in Hamburg gesehen haben, sind bereits wieder die Bayern, wie man sie kennt. Kaum Glanz über 90 Minuten, aber sie erfüllen ihre Aufgaben. Und Bayern weiß, was jetzt zu tun ist."

DPA / DPA

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