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Bierhoff, Löw und Zwanziger: Das Ende der Eiszeit

Der Streit zwischen der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft und der Spitze des DFB ist beigelegt - offiziell zumindest. Bundestrainer Joachim Löw spricht von einer "gemeinsamen Linie", Teammanager Oliver Bierhoff will nicht mehr von Eiszeit reden.

Der Streit zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger auf der einen sowie Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff auf der anderen Seite ist offiziell beendet. Dies teilten die Beteiligten am Dienstag auf einer kurzfristig in Frankfurt einberufenen Pressekonferenz mit. Nach den geplatzten Vertragsverhandlungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie Löw und seinem Team hatte seit vergangenem Donnerstag Eiszeit zwischen Zwanziger und Löw geherrscht. Über ein Gespräch am Vormittag mit Zwanziger sagte Bierhoff mit Bezug auf eine "Bild am Sonntag"-Schlagzeile: "Man konnte nicht mehr von Eiszeit reden." DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach betonte: "Die Chose ist vorbei."

Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung des Bundestrainers sollen indes wie am Donnerstag verkündet erst nach der Weltmeisterschaft fortgesetzt werden. Vorher würde es nach den jüngsten Vorkommnissen "keinen Sinn" machen, sagte Zwanziger. "Über das, was nachher kommt, haben wir uns keine Gedanken gemacht", ergänzte Löw.

"Wir haben Stress gehabt"

Vor allem Bierhoff war wegen seiner Verhandlungsführung stark in die Kritik geraten. Am Dienstag räumten aber alle Protagonisten des tagelangen Hickhacks ein, Fehler gemacht zu haben. "Wir haben Stress untereinander gehabt", gab Niersbach zu.

Nach der WM, die vom 11. Juni bis 11. Juli läuft, soll entschieden werden, ob die bis Sommer 2010 laufenden Kontrakte mit Löw, Bierhoff, Assistenztrainer Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke sowie einigen engen Mitarbeitern des Betreuerstabes um zwei Jahre bis zur EM 2012 in Polen und der Ukraine verlängert werden.

DPA/sid/kbe / DPA

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