HOME

Borussia Dortmund verliert in Turin: Pleiten, Pech und eine brutale Juve-Grätsche

Durch haarsträubende Abwehrfehler hat der BVB trotz einer sonst soliden Leistung gegen Juventus Turin verloren. Ausfälle und Verletzungen vervollständigten die Pleite. Im Rückspiel wird es schwer.

Von Tim Schulze

Ältere Fußballfans werden sich an Jürgen Wegmann erinnern. Der Stürmer, Spitzname "Cobra", spielte vor langer Zeit zwei Mal für den BVB. Wegmann sagte einen dieser Sinnsprüche, die zum geflügelten Wort wurden: "Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu." Vielleicht werden dem einen oder anderen BVB-Spieler nach der 1:2-Niederlage in Turin diese Worte durch den Kopf gegangen sein. Denn in diesem Spiel wäre mehr drin gewesen. Jetzt müssen die Dortmunder im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales in drei Wochen auf jeden Fall eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, wenn sie eine Runde weiterkommen wollen.

Der Trip nach Turin sollte für den BVB endlich wieder ein "Feiertag" werden. Drei Siege nacheinander in der Bundesliga, bis auf den verletzen Kevin Großkreutz alle Mann an Bord - das hatte es in dieser Katastrophensaison bislang nicht gegeben. Dass am Ende der Reise dennoch eine Niederlage stand, hatte einiges mit dem viel zitierten Unglück zu tun, noch mehr aber mit selbstverschuldeten Fehlern. Durch zwei grobe Schnitzer in der Abwehr brachte sich der BVB selbst um den verdienten Lohn. Zum Glück für die Dortmunder war das Pech wohl ansteckend. Vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Marco Reus unterlief Juve-Verteidiger Giorgio Chiellini genauso ein Bock.

Piszczek verletzt sich schwer

Die Pechsträhne der Dortmunder begann auf dem Hinflug. Kevin Kampl kollabierte im Flieger. Ein Magen-Darm-Virus ließ den Neuzugang K.O. gehen. Nach dem Vormittagstraining in Turin verabschiedete sich auch Innenverteidiger Neven Subotic, ebenfalls mit Magen-Darm-Problemen. Im Spiel setzte sich das Unglück fort. Klopp verlor erst Außenverteidiger Lukasz Piszczek, der von Paul Pogba brutal umgegrätscht worden war. Anschließend humpelte er gestützt von zwei Helfern vom Platz, mit einem dicken Verband ums lädierte Sprunggelenk. In der Pause gab schließlich Sokratis mit muskulären Problemen auf.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:1 für Juventus. Tevez hatte den italienischen Rekordmeister nach einer Druckphase in Führung geschossen. Allerdings unter Mithilfe von Keeper Roman, der eine flache Hereingabe direkt vor die Füße des argentinischen Stürmers abgewehrt hatte. An Weidenfeller wurde der Rest an Unsicherheit deutlich, den das Team immer noch mit sich herumschleppt. Bei einer Ecke in der 53. hatte der Keeper fiel Glück, dass er den Ball in den Griff bekam. Mehr Kopfzerbrechen wird Klopp wie allen BVB-Fans allerdings der zweite Treffer bereiten. Da hatte die Innenverteidigung der Dortmunder mit Mats Hummels und Matthias Ginter (für Piszczek in der 32. Minute eingewechselt) den zweiten Juve-Stürmer, Alvaro Morata, einfach aus den Augen verloren. Komplett freistehend schob der Spanier den Ball nach Zuspiel von Pogba über die Linie.

Dabei agierte Dortmund in dem von Klopp angeordneten 4-1-4-1-System selbstbewusst. Nach dem frühen Rückstand übernahmen die Gäste allmählich das Kommando, erst Recht nach nach dem Ausgleich durch Reus. Chiellini rutschte bei einem Rückpass aus. Reus eroberte den Ball, lief allein auf Gianluigi Buffon zu und verwandelte sicher zum Ausgleich. Im Anschluss hatte Dortmund die beste Phase. Das lag aber auch daran, dass die Turiner ebenfalls einen schmerzhaften Verlust hinnehmen mussten, weil Spielmacher Andreas Pirlo sich verletzte.

Diese Juve-Statistik macht Sorge

Am Ende war der Sieg der Turiner verdient. In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber die besseren Chancen. Einen Schuss von Tevez wehrte Weidenfeller mit den Fäusten ab, ein zweiter von Roberto Pereyra ging kurz vor Ende knapp am Pfosten vorbei. Dortmund spielte gut mit, die Offensivaktionen waren aber nicht zwingend genug. Ciro Immobile im Sturmzentrum blieb weitestgehend blass - wieder mal. Es gab zahlreiche Fouls und Ballverluste auf beiden Seiten. Die Angst vor einem weiteren Gegentreffer war beiden Teams anzumerken.

"Mit einem 1:2 können wir sehr gut leben", gab sich Torwart Roman Weidenfeller beim Pay-TV-Sender Sky optimistisch. Aus BVB-Sicht war es wichtig, dass Reus das Auswärtstor erzielte. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass Dortmund die Niederlage im Rückspiel in einen Sieg verwandelt. Was allerdings Sorgen macht: Juventus ist nach einem 2:1-Sieg im Europapokal noch nie ausgeschieden. Aber irgendwann ist ja auch immer das erste Mal.

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.