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Bundesliga: Stuttgarts Höhenflug hält an

Mit minimalem Aufwand und etwas Glück hat der VfB Stuttgart am 12. Spieltag die Führung in der Fußball-Bundesliga verteidigt.

Mit minimalem Aufwand und etwas Glück hat der VfB Stuttgart am 12. Spieltag die Führung in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Vier Tage nach dem 3:1-Erfolg in der Champions League bei Panathinaikos Athen gewannen die Schwaben beim kriselnden Aufsteiger Eintracht Frankfurt mit 2:0 (1:0). Vor 28.000 Zuschauern auf der Baustelle Waldstadion sorgten Imre Szabics (8. Minute) mit seinem vierten Saisontor und Nationalstürmer Kevin Kuranyi (69.) mit dem fünften Treffer in dieser Spielzeit für die Entscheidung.

Während die Stuttgarter nun seit dem 17. Mai 2003 im Oberhaus ungeschlagen sind, versinken die Frankfurter nach der achten Saisonniederlage immer tiefer im Abstiegsstrudel. Beide Mannschaften beendeten die Partie nur mit zehn Spielern, nachdem Schiedsrichter Uwe Kemmling (Burgwedel) in der 88. Minute den Abwehrspielern Geri Cipi (Frankfurt) und Fernando Meira (Stuttgart) nach einer Rangelei die Rote Karte gezeigt hatte.

Die Schwaben geizten mit ihrem Können

Die Schwaben von Trainer Felix Magath taten bei dessen siegreicher Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte nicht mehr als nötig. Zumeist bestimmten die Gastgeber überraschend das Geschehen. Zwar machte sich das Fehlen der verletzten Marcelo Bordon und Jurica Vranjes, für die Timo Wenzel und und Silvio Meißner aufliefen, nicht bemerkbar. Doch wie schon zuletzt in der Liga beim 4:1 gegen den SC Freiburg und in der «Königsklasse» in Athen wurde das vermeintliche Kräftesparen zum wenig attraktiven Vabanquespiel.

Umso sehenswerter war jedoch der Treffer von Szabics. Ausgerechnet der vor zwei Jahren im Unfrieden aus Frankfurt geschiedene Horst Heldt gab nach einem katastrophalen Ballverlust von Eintracht-Mittelfeldspieler Ervin Skela die Vorlage. Eiskalt ließ Szabics den albanischen Nationalverteidiger Cipi ins Leere grätschen und schob den Ball am herausstürmenden Torwart Oka Nikolov vorbei. Statt das zweite Tor gleich nachzulegen, geizten die Schwaben jedoch mit ihrem Können. Nur wenig war zu sehen von den Nationalspielern Kuranyi und Andreas Hinkel sowie dem Weißrussen Alexander Hleb.

Die Frankfurter nutzten auch die besten Chancen nicht

Die Stuttgarter Untätigkeit nutzten die zu Hause erst einmal siegreichen Frankfurter zu bislang selten gezeigten Kombinationen. Allerdings vergaben Jean-Clotaire Tsoumou-Madza (13.) und Markus Beierle (19.) jeweils mit dem Kopf, sowie der nach auskurierter Magen-Darm-Infektion wieder von Beginn an spielende Andreas Möller mit einem Schuss aus zehn Metern.

Während der VfB angesichts der weiter anstehenden englischen Wochen auch in der zweiten Hälfte auf Sparflamme spielte, nutzten die Frankfurter auch die besten Chancen nicht. So verstolperte Beierle in der 52. Minute kläglich vor dem leeren Tor, zwei Minuten später scheiterte Christoph Preuß an Keeper Timo Hildebrand. Auf der Gegenseite vollendete Kuranyi nach einer vergebenen Chance einen Tempo-Gegenstoß.

Jens Marx, dpa

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