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2:1 gegen Mainz: Augsburg kann doch noch siegen

Der FC Augsburg hat seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg bezwangen die Schwaben den FSV Mainz 05 mit 2:1. Mainz-Keeper Wetklo flog vom Platz.

Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat das Siegen doch nicht verlernt. Nach zuvor fünf Partien ohne Dreier bezwangen die Schwaben am Sonntag den FSV Mainz 05 verdient mit 2:1 (1:0) und ließen erst einmal die bedrohliche Tabellenzone hinter sich. Mann des Tages war Augsburgs André Hahn mit seinen Treffern in der 26. und 49. Minute. Mainz, für das Eric Maxim Choupo-Moting (59.) per Foulelfmeter traf, steckt nach der vierten Auswärtsniederlage in Serie im Niemandsland der Bundesliga fest. Der erst zur Pause eingewechselte 05-Keeper Christian Wetklo kassierte kurz vor Schluss (88.) Rot wegen einer Notbremse.

Vor 28 007 Zuschauern agierte Mainz in der ersten Halbzeit zu defensiv. Die Rheinhessen warten nun schon sieben Liga-Spiele auf einen Sieg. Augsburg hingegen knackte auch seine andere Negativserie: In den vergangenen fünf Partien hatte das Team von Trainer Markus Weinzierl 1:0 geführt, dann aber insgesamt nur einen Punkt geholt. Die Gastgeber kletterten in der Tabelle auf Platz zwölf, nur noch knapp hinter den Mainzern.

Taktiker Tuchel mit Fünfer-Kette

Bei den Hausherren kehrten die Defensiv-Stammkräfte Paul Verhaegh und Matthias Ostrzolek nach ihren Gelb-Sperren zurück ins Team, Marwin Hitz ersetzte Alexander Manninger im Tor. Auf der Gegenseite schonte Trainer Thomas Tuchel Nicolai Müller. Der mit bisher sechs Treffern beste Schütze der Gäste saß nach Sprunggelenksproblemen zunächst nur auf der Bank. Für ihn stürmte Sebastian Polter.

Taktiker Tuchel stellte eine Fünfer-Kette gegen die Augsburger Angriffsbemühungen. So taten sich die Schwaben im Spielaufbau schwer. Die Rheinländer überließen den von Beginn an dominierenden Gastgebern das Feld. Chancen blieben zunächst Mangelware. Hahn setzte den Ball nach einem Freistoß über das Tor, auf der Gegenseite scheiterte Shinji Okazaki, der gegen Braunschweig noch zweimal getroffen hatte, mit seiner Einzelaktion.

Nach einem langen Ball von Daniel Baier aus der eigenen Hälfte agierte die Mainzer Abwehrkette zu passiv und schaute zu, wie Hahn den Ball mit der Brust mitnahm und ins lange Eck traf. Nach dem 100. Bundesliga-Tor in den Kasten von 05-Schlussmann Heinz Müller drehte Augsburg auf: Tobias Werner, Sascha Mölders und Verhaegh hätten noch vor der Pause nachlegen können.

Wetklos Platzverweis kurz vor Schluss

Tuchel revidierte seine Defensiv-Taktik, löste die Fünfer-Kette auf und brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit Müller für Verteidiger Bo Svensson. Zugleich ersetzte Christian Wetklo Müller im Tor. Augsburg machte da weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte: Mit gefährlichen Aktionen im Mainzer Strafraum. Mölders scheiterte zweimal, dann umkurvte Hahn Wetklo und traf aus spitzem Winkel. Halil Altintop hätte für die Entscheidung sorgen können, doch sein Schlenzer ging an die Latte.

Stattdessen brachte ein Zupfer Jan-Ingwer Callsen-Brackers an Polters Trikot Mainz wieder ins Spiel: Der gerade erst eingewechselte Choupo-Moting verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Augsburg war weiter die überlegene Mannschaft, doch es fehlte am entscheidenden Pass. Mainz glaubte wieder an sich und blieb gefährlich, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Kurz vor Schluss musste Polter nach Wetklos Platzverweis ins Mainzer Tor und parierte Baiers Freistoß von der Straftraumgrenze prächtig.

ins/DPA / DPA

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