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Borussia Dortmund: Mit Euphorie dem Abstieg entkommen

Der frühe Gegentreffer war zwar ein kräftiger Dämpfer für die Euphorie bei Borussia Dortmund. Doch nicht nur Spielverlauf und Sieg gegen Mainz spielen dem BVB nun in die Karten. Abstiegskampf adé.

Von Thomas Krause

Nach dem 4:2-Sieg hatten Marco Reus (r.) und Shinji Kagawa (l.) gut Lachen

Nach dem 4:2-Sieg hatten Marco Reus (r.) und Shinji Kagawa (l.) gut Lachen

Nach nur 53 Sekunden war sämtliche Euphorie aus dem Signal-Iduna-Park verflogen. All die Freude über den 3:0-Sieg über Freiburg am vergangenen Spieltag und die durchaus etwas überraschende Vertragsverlängerung von Marco Reus beim BVB unter der Woche wich dem blanken Entsetzen. Denn nicht einmal eine Minute brauchte der Mainzer Elkin Soto, die gesamte Dortmunder Abwehr inklusive Torwart Roman Weidenfeller alt aussehen zu lassen. Sein sehenswerter Lupfer landete im Dortmunder Tor. Ein Rückstand für den BVB. Schon wieder. Noch nie in dieser Saison hatten die Schwarz-Gelben es geschafft, ein Spiel zu drehen. Und so sah man die nächsten 44 Minuten eine Dortmunder Mannschaft, die verunsichert wirkte, sich dennoch gute Chancen herausspielt – und eine nach der anderen vergab. Im Westen nichts Neues, also.

Doch in der 49. Minute leitete der beim Mainzer Treffer noch unglücklich aussehende Neven Subotic mit seinem Kopfballtor die Wende zum Besseren für den BVB ein. Sechs Minuten später zeigte dann Marco Reus sein ganzes Können. Er lief der Mainzer Abwehr davon, umkurvte den Torhüter und schob zum 2:1 ein. Auch der 2:2-Ausgleich von Yunus Malli brachte die Dortmunder nicht mehr aus dem Konzept. Pierre-Emerick Aubameyang verwandelte eine Reus-Vorlage zum 3:2, Nuri Sahin machte das 4:2 für den BVB.

"Für den Kopf, für die Tabelle, für unsere Moral ist das superwichtig", sagte Sahin nach dem Abpfiff. Und damit hat er Recht. Nach der völlig verkorksten Hinrunde ein so umkämpftes Spiel drehen und gewinnen zu können, wird das Team beflügeln. "Ich bin a) fix und fertig und b) total erleichtert", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach der Partie. Den Spielern dürfte es ähnlich gehen. Nächste Woche geht es zum aktuellen Tabellenletzten nach Stuttgart. Noch etwas, was den Dortmundern in die Karten spielt. Die Wende ist geschafft. Mit dieser Gewissheit wird Dortmund die Abstiegszone nun zügig verlassen. Aber wie weit die Euphorie den BVB in der Tabelle noch nach oben trägt, bleibt abzuwarten.

mit DPA

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