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Bundesliga im stern-Check: Der Relegationsdusel des HSV setzt dieses Jahr schon früher ein

Eigentlich hatte der HSV das Ticket für die dritte Relegation in vier Jahren bereits gelöst - doch dann kam Pierre-Michel Lasogga. Es folgten ein Slapstick-Tor und eine fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung. Diese und alle weiteren Außergewöhnlichkeiten im stern-Check.

HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga war der Last-Minute-Held auf Schalke

HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga war der Last-Minute-Held auf Schalke

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Der Aufreger des Tages

Gerade erst hatte der HSV in der Nachspielzeit den so wichtigen Ausgleich gegen Schalke erzielt, da zappelt der Ball schon wieder im Netz der Rothosen. 2:1, Schalke hätte sogar noch theoretische Chancen auf Platz sieben gehabt, der HSV wäre so gut wie sicher in der Relegation gewesen. Doch der Linienrichter hatte was dagegen. Der Ball sei bei der vorherigen Ecke im Luftaus gewesen, befand er sehr zum Unmut der Hausherren. Doch zunächst merkte kaum einer im Stadion, dass der Treffer gar nicht zählen sollte. Selbst bei den Ingolstädtern in Freiburg kam noch ein Restfunken Hoffnung auf, ehe die schlechten Neuigkeiten auch bis in den Breisgau schwappten. Mehrere Kameraeinstellungen konnten die Gretchenfrage nicht eindeutig klären, Tendenz eher: Fehlentscheidung. Dem HSV wird's egal sein. Das Team hat den Nicht-Abstieg mit einem Sieg gegen Wolfsburg in der eigenen Hand. Ansonsten wartet die dritte Relegation in vier Jahren. Aber sie mogeln sie sich ja bekanntlich immer irgendwie durch.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga wurschtelt den Ball irgendwie über die Linie

HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga wurschtelt den Ball irgendwie über die Linie

Apropos HSV. Pierre-Michel Lasogga, einst gefeierter Relegationsheld, spielte in dieser Saison quasi keine Rolle beim HSV. 19 Einsätze, zumeist jedoch nur für wenige Minuten, und keine Torbeteiligung hatte er vor diesem Spieltag auf dem Konto. Doch nur kurz nach seiner Einwechslung auf Schalke erzielte er das so unfassbar wichtige 1:1. Und wie. Der nicht gerade für sein feines Füßchen bekannte Stürmer brachte das Kunststück fertig, sich selbst anzuschießen - und trotzdem dabei den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen. "Scheißegal, der Ball muss rein, dann hab ich alles richtig gemacht", kommentierte der Torschütze selbst. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gewinner des Tages

So stellt man sich eine Mannschaft vor, die gegen den drohenden Abstieg spielt. Mainz 05 liegt gegen Frankfurt erst 0:2 hinten und kämpft sich dann zurück in die Partie. Am Ende dreht das Team von Martin Schmidt sogar das ganze Spiel, gewinnt 4:2. Für Rechenfüchse ist der Abstieg zwar immer noch theoretisch möglich, tatsächlich reichen die drei Punkte aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für den Klassenerhalt. Köln müsste Mainz am letzten Spieltag schon zweistellig abschießen bei einer knappen Niederlage von Wolfsburg in Hamburg, damit sich das noch ändern würde.

Verlierer des Tages

... ist die Partie RB Leipzig gegen den FC Bayern. Das packende 5:4 für den Rekordmeister war zwar ein Wahnsinnsspiel. 1:0, 3:1 und 4:2 führte der Aufsteiger, am Ende gewannen die Bayern in einem packenden Endspurt mit zwei Toren in der Nachspielzeit. Blöd nur, dass es beim Duell Erster gegen Zweiter nur noch um die goldene Ananas ging. Dieses Spiel hatte sportliche Relevanz verdient.

Bild des Tages

Der schreckliche Moment der Verletzung: BVB-Profi Julian Weigl bricht sich das Sprunggelenk

Der schreckliche Moment der Verletzung: BVB-Profi Julian Weigl bricht sich das Sprunggelenk


Das tut schon beim Hinschauen weh. Julian Weigl vom BVB bliebt gegen den FC Augsburg während eines Zweikampfes so unglücklich im Rasen hängen, dass er sich das Sprunggelenk bricht. Der Fuß knickt ab und rutscht unter das dazugehörige Bein. Das Video dazu ist nur was für ganz Hartgesottene. Der Nationalspieler fällt wohl rund drei bis vier Monate aus. Damit verpasst er das Bundesliga-Finale, das DFB-Pokal-Endspiel in Berlin und mindestens weite Teile der Vorbereitung auf die neue Saison. Für den Confed-Cup im Sommer ist er auch keine Option. Er selbst zeigte sich aber zuversichtlich, und postete noch am Samstagabend ein Foto von sich mit bandagiertem Bein auf Facebook und schrieb: "Ich bleib, wie es auf meinem Tattoo steht: POSITIV!"

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