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Bundesliga im stern-Check: Das macht keinen Bock

Die Bayern uneinholbar davongeeilt, die Hannoveraner verpfiffen, ein Maskottchen mit Schleudertrauma und ein Abwehrspieler mit geschwollenem Hals - das war der 24. Spieltag. der Fußball-Bundesliga.

Von Ingo Scheel

So liefen die Spiele
Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Aufreger des Tages I

96-Manager Dirk Dufner kriegte sich nach dem Spiel gegen die Bayern gar nicht wieder ein. Im Fokus wieder einmal der Schiedsrichter: "Wenn man dann schon in der Situation ist, dass man die Bayern ärgern kann, dann sollte idealerweise der Schiedsrichter nicht noch zugunsten der Bayern eingreifen. Das trifft uns natürlich richtig hart." Und in der Tat - die Hannoveraner boten ein veritables Spiel gegen die übergroßen Bayern, bis schließlich Schiedsrichter Welz zwei mehr als fragwürdige Entscheidungen traf. Nach einem harmlosen Zweikampf zwischen Pereira und Alaba pfiff der Schiri einen Freistoß, der schließlich zum Tor für die Bayern führte. Und auch der Elfmeter war höchst umstritten. Auch hier fand Dufner klare Worte: ""Vor dem Elfmeter ist Lewandowski mit dem Kopf ja fast auf Grasnabenhöhe, dafür kannst du definitiv keinen Elfmeter pfeifen. Also wurden wir zweimal klar benachteiligt".

Aufreger des Tages II

Heiko Westermann, Hamburger Abwehrspieler mit Leidenschaft, aber oft auch einem Hang zum Blackout, hatte die Faxen dicke. Nach einer Topleistung gegen Dortmunds Offensive ließ "HW4" seinen Gedanken freien Lauf: "Die Kritiker und Idioten, die meinen, den Fußball erfunden zu haben, können mich mal am Arsch lecken", so Westermann, und setzte noch einen drauf: "Ich habe auf dem Platz immer den Arsch hingehalten. Wer es besser kann, soll zu mir kommen." Da hatte aber jemand einen richtigen dicken Hals.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Zappelt, das Ding: Werders di Santo hatte wunderbar Maß genommen und versenkte die Kugel passgenau im Winkel zum 1:0 für die Bremer. Freiburgs Keeper Bürki streckte sich vergeblich.

Zappelt, das Ding: Werders di Santo hatte wunderbar Maß genommen und versenkte die Kugel passgenau im Winkel zum 1:0 für die Bremer. Freiburgs Keeper Bürki streckte sich vergeblich.

Gewinner des Tages

Zugegeben, man kann das Gähnen kaum unterdrücken, die Tastatur klemmt auch wenig beim Schreiben der Worte, aber wen soll man hier benennen an einem Spieltag, da die Bayern gewinnen und der einzige, nun ja, nennen wir ihn vorsichtig "Verfolger", der VfL Wolfsburg, keinen Punkt holt? Und der Vorsprung damit auf elf Zähler anwächst? Die Bayern sind's halt. So gut wie jedenfalls. Meister eben.

Bild des Tages

In der 82. Spielminute traf Köns Ujah zum zwischenzeitlichen 4:1 gegen Eintracht Frankfurt (Endstand 4:2) und kannte im Überschwang der Gefühle nur ein Ziel - den Hennes. Von hinten pirschte Ujah heran, packte den Bock, übrigens der Achte seiner Art, bei den Hörnern und schüttelte ihn vor Freude durch.

In der 82. Spielminute traf Köns Ujah zum zwischenzeitlichen 4:1 gegen Eintracht Frankfurt (Endstand 4:2) und kannte im Überschwang der Gefühle nur ein Ziel - den Hennes. Von hinten pirschte Ujah heran, packte den Bock, übrigens der Achte seiner Art, bei den Hörnern und schüttelte ihn vor Freude durch.

Verlierer des Tages

Stehen die Zeichen auf Abschied? Bereits in der 32. Minute wurde Dante im Spiel seiner Bayern in Hannover ausgewechselt. Kein Blick, kein Handschlag für den Trainer - diesen Spieltag hatte der Defensivmann sich ganz bestimmt anders vorgestellt. Eifrig schickte Sportdirex Sammer ein paar verbale Wohlfühlhülsen hinterher, schwärmte vom "wunderbaren Jungen, der bei uns in der Gruppe extrem hohe Anerkennung genießt." Das mag in Teilen stimmen, aber mindestens ebenso wahr: Je leidenschaftlicher das Dementi, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als ein Funken Wahrheit im Gegenteil steckt. Geht's gar zurück zu den Fohlen? Gladbachs Manager Max Eberl leicht kryptisch im Sky-Interview: "Ich weiß, was Dante glücklich macht ..."

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