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Bundesliga im stern-Check: Abstiegskampf immer enger - aber ein Team befreit sich spektakulär

Im Kampf um den Klassenerhalt wird's immer heißer. Gleich vier Kellerkinder fuhren Heimsiege ein. Der 1. FC Köln zeigte die richtige Antwort, für den HSV verlief die Reise nach Dortmund dagegen äußerst unglücklich.

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Aufreger des Tages

War das wirklich rot? Oder hätte es die gelbe Karte auch getan? Das diskutierten Fans und Experten nach der HSV-Niederlage in Dortmund über den Platzverweis von Torhüter René Adler. Der Hamburger Schlussmann hatte Dortmunds Kagawa außerhalb des Strafraums klar von den Beinen geholt. Allerdings befanden sich noch mehrere Hamburger Spieler in unmittelbarer Nähe, sodass Adler nicht der letzte Mann war. Wäre Kagawa zum Schuss gekommen, hätte er aber auf ein Tor ohne Torhüter schießen können. Adler fehlt nun im wichtigen Abstiegsderby gegen Werder Bremen am kommenden Wochenende. Ob seine Teamkollegen Ekdal, Müller und Lasogga dabei sein werden, ist ebenfalls fraglich - alle mussten verletzt den Platz verlassen.

Gewinner des Tages

Ein bemerkenswertes Comeback schaffte der 1. FC Köln in Mainz. Bei den seit Wochen stark aufspielenden Mainzern sah eine Stunde lang alles nach einem ungefährdeten Heimsieg aus. Mainz hätte sich damit an die Champions-League-Plätze herangeschoben, während sich die Kölner im unmittelbaren Abstiegskampf wiedergefunden hätten. Doch zur Verblüffung aller traf der FC durch Risse, Jojc und Modeste in der letzten halben Stunde noch dreimal und verwandelte das 0:2 in einen Auswärtsdreier. Obwohl mit Bremen, Hoffenheim, Darmstadt und Augsburg gleich vier Kellerkinder gewannen, müsste Köln jetzt schon viel falsch machen, um noch abzusteigen.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

So stellt man sich das als Einwechselspieler vor. Der Leverkusener Kevin Kampl hatte den Rasen in der BayArena kaum betreten, da flog ihm schon ein abgewehrter Ball genau auf den Schlappen. Per Volleyschuss versenkte Kampl den Ball aus 20 Metern im linken Eck. Selten gab es einen schöneren ersten Ballkontakt.

Verlierer des Tages

Dass Borussia Mönchengladbach die Klasse hat, um die Champions League zu erreichen, haben die Fohlen vor zwei Wochen beim 5:0 gegen Hertha eindrucksvoll bewiesen. Doch die Auswärtsschwäche ist und bleibt eklatant. Beim de facto schon abgestiegenen Hannover leistete sich Gladbach die nächste Niederlage auf fremdem Platz. Die große Chance, an Hertha - die ebenfalls patzten - heranzurücken, verspielte die Borussia damit leichtfertig. So wird es nichts mit den höchsten europäischen Träumen.

Bild des Tages 

Auf der Anzeigetafel des Weserstadions steht es weiß auf grün.

Auf der Anzeigetafel des Weserstadions steht es weiß auf grün.

Dass das Rekordtor ein ziemlich wackeliges war, dürfte Claudio Pizarro herzlich egal sein. Mit Hilfe des Innenpfostens versenkte der Peruaner seinen Elfmeter gegen Wolfsburg im Netz. Es war das 102. Tor für Grün-Weiß, womit Pizarro zum alleinigen Rekordtorschützen wurde - einen Treffer vor dem legendären Marco Bode. Sollte Werder die Klasse halten, hätten es die Norddeutschen zu einem großen Teil ihrem schlitzohrigen Rekordknipser zu verdanken.

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