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Bundesliga-Trainerwechsel: Wolfsburg trennt sich von McClaren

Der VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Steve McClaren getrennt. Der Fußball-Bundesligist zog damit die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt der teuren Mannschaft. Als Nachfolger übernimmt zunächst Co-Trainer Pierre Littbarski das Team.

Der VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Steve McClaren getrennt. Der Fußball-Bundesligist zog damit am Montag die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt der teuren Mannschaft. Unter der Regie des 49 Jahre alten Engländers, der erst im vergangenen Sommer seinen Dienst in Wolfsburg angetreten hatte, rangiert der deutsche Meister von 2009 mit 23 Punkten auf Rang 12. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt lediglich einen Zähler. Es ist die fünfte vorzeitige Trennung von einem Trainer in der laufenden Bundesliga-Saison.

Als Nachfolger übernimmt zunächst der bisherige Co-Trainer Pierre Littbarski das Team. Der Ex-Nationalspieler soll nach Vereinsangaben auch im Spiel gegen den Hamburger SV am Samstag auf der Trainerbank sitzen. "Er hat uns überzeugt, dass er die in unserer Situation notwendigen Maßnahmen einleiten wird", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß.

Man sei nicht mehr der Überzeugung gewesen, die Saison gemeinsam mit McClaren stabil zu Ende bringen zu können, fügte Hoeneß hinzu. "Wir haben es gemeinsam bis zum letzten Tag versucht, leider ist uns nunmehr der Glaube an den Erfolg abhandengekommen." Es gehe jetzt allein darum, möglichst bald den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Wolfsburg hatte zuletzt am Samstag im Niedersachsen-Derby 0:1 bei Hannover 96 verloren.

Fünfter Trainerwechsel der Saison

Der frühere englische Fußball-Nationalcoach Steve McClaren ist in der 2010/2011 der fünfte Bundesliga-Trainer, der vorzeitig seinen Platz räumt oder räumen musste. Zuletzt hatten Ralf Rangnick und 1899 Hoffenheim am 2. Januar das Ende der viereinhalbjährigen Zusammenarbeit "in beiderseitigem Einvernehmen" bekanntgegeben.

Beim VfB Stuttgart war der Verschleiß bislang am größten. Der Schweizer Christian Gross, der die Schwaben in der vorangegangenen Spielzeit noch in die Europa League geführt hatte, wurde Mitte Oktober durch Jens Keller ersetzt, der nach lediglich zwei Monaten aber selbst scheiterte. Bruno Labbadia löste den glücklosen Keller am 12. Dezember ab.

Der 1. FC Köln setzt seit der Trennung von Zvonimir Soldo am 24. Oktober auf die rein "kölsche" Lösung mit Frank Schaefer und dessen Co-Trainer Dirk Lottner. Der 47-jährige Schaefer kennt am Geißbockheim jeden Grashalm und spricht die Sprache der Spieler: Bei Schaefer lernten zahlreiche Profis des aktuellen FC-Kaders das Fußball-Einmaleins.

DPA / DPA

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