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DFB-Pokal: Wolfsburg quält sich eine Runde weiter

Kurz sah sich Preußen Münster nach dem Eigentor durch Dzeko in der Verlängerung. Dann schlug Wolfsburg durch Grafite zurück und zog mit viel Glück in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Der HSV gewann locker gegen den Torgelower SV Greif. Auch Mainz und Nürnberg zogen in die nächsten Runde ein.

Der VfL Wolfsburg ist nach einer schwachen Vorstellung und einer turbolenten Schlussphase mit viel Glück in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Torjäger Grafite gelang gegen den Vierligisten Preußen Münster erst kurz vor dem Ende der Siegtreffer zum 2:1. Ohne Probleme absolvierte der Hamburger SV sein Erstrunden-Spiel gegen den Torgelower SV Greif und gewann mit 5:1. Mainz kann sich nach seinem 2:1 Sieg gegen den Berliner AK bei seinem zweifachen Torschützen Lewis Holtby bedanken. Nürnberg mühte sich gegen Eintracht Trier und siegte 2:0. Einen großen Erfolg feierte Kickers Offenbach, das Bochum mit 3:0 aus dem Pokal warf. Regionalligist Halle siegte gegen Union Berlin knapp mit 1:0.

Beim Pflichtspieldebüt von Trainer Steve McClaren schrammte der VfL Wolfsburg in einem Fußball-Krimi nur hauchdünn an einer Pokal-Blamage vorbei. Der deutsche Meister von 2009 gewann nach 80 langweiligen Minuten in einer turbulenten Schlussphase mit 2:1 (0:0) beim Regionalligisten Preußen Münster. Cicero brachte Wolfsburg auf Vorlage von Kapitän Edin Dzeko in Führung. Dann unterlief dem Bosnier ein Eigentor (86.), diesen Patzer machte der Torjäger dann mit der Kopfball-Vorlage zum Siegtor von Grafite (87.) postwendend wieder gut.

Wolfsburg präsentiert sich schwach


Im strömenden Regen vor 15.050 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion zeigte der VW-Club gegen den engagierten Viertligisten eine ganz schwache Leistung. Vor allem der schlechte Auftritt von Spielmacher Zvjezdan Misimovic unterstrich, warum der VfL sich um den ehemaligen Bremer Diego bemüht. Der Wechsel des Brasilianers von Juventus Turin in die Autostadt soll vor dem Abschluss stehen.

Der ehemalige England-Coach McClaren hatte neben dem deutschen Nationalspieler Arne Friedrich, der von Absteiger Hertha BSC Berlin zum Meister von 2009 gewechselt war, drei weitere Neuzugänge in seine Startformation berufen. Zusammen mit Friedrich bildete der Däne Simon Kjaer die Innenverteidigung, dazu kamen Cicero und Mario Mandzukic im Mittelfeld.

HSV siegt locker


Mi t dem neuen Trainer Armin Veh und dem von ihm bestimmten neuen Kapitän Heiko Westermann löste der Hamburger SV die erste Pflichtaufgabe der neuen Saison glanzlos, aber souverän. Gegen den fünftklassigen Torgelower SV Greif erzielten Ruud van Nistelrooy (34., 65., 67.), Paolo Guerrero (53.) und David Jarolim (81.) erzielten vor 8000 Zuschauern in der ausverkauften Gießerei-Arena die Tore für die ersatzgeschwächten Hamburger. Daniel Pankau (43.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für den Oberligisten aus Vorpommern markiert.

Mainz zog dank zweier Treffer von Neuzugang Lewis Holtby gegen den Berliner AK ebenfalls in die zweite Runde ein. Im vergangenen Jahr waren die Rheinhessen in der ersten Runde am Viertligisten VfB Lübeck gescheitert. Holtby traf in der 38. und 70. Minute, ehe es nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber durch Ibrahim Keser in der 83. Minute noch einmal spannend wurde. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. In der Vorbereitung haben wir auf das schlechte Spiel gewartet, da ist es aber nicht gekommen. Heute war es soweit", kritisierte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel den Auftritt seiner Mannschaft.

Der Mainzer Bancé wechselt nach Dubai


Vor dem Spiel war bekannt geworden, dass Stürmer Aristide Bance den Klub Richtung Dubai verlässt. "Die Situation ist nicht schön, und ich weiß noch nicht, wei wir ihn auf Dauer ersetzen können. Wir haben bis zum 31. August Zeit, jemanden zu suchen, der uns kurzfristig weiterhilft", sagte Tuchel. Mit viel Mühe und großem Glück zitterte sich der 1. FC Nürnberg in die 2. Runde des DFB-Pokals. Beim 2:0 gegen den Regionalligisten Eintracht Trier bewahrten der Schweizer Nationalstürmer Albert Bunjaku (15. Minute) und der eingewechselte Mehmet Ekici (89.) Bundesligisten vor einer Blamage. Überragender Mann vor 5200 Zuschauern war "Club"-Torwart Raphael Schäfer, der eine mögliche Pokal-Sensation mit zahlreichen Glanzparaden verhinderte.

Pleite für Friedhelm Funkel


Der Pflichtspiel-Einstand von Trainer Friedhelm Funkel beim VfL Bochum ging gründlich daneben. Der in die zweite Liga abgestiegene Ruhr-Club schied durch ein.0:3 beim Drittligisten Kickers Offenbach bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals aus und verpatzte somit auch die Generalprobe für den Saisonstart im Unterhaus gegen 1860 München in acht Tagen. Der 1. FC Union Berlin unterlag dem Regionalligisten Hallescher FC mit.0:1. Christoph Klippel erzielte nach 39 Minuten das Tor des Tages.

DPA/SID/tis / DPA

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