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BVB-Geschäftsführer Watzke: "Klopp und Bayern würde zu 100 Prozent gut gehen"

Borussia-Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke hat Bayern München nicht nur hochgelobt, auch glaubt er, dass Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp gut an die Isar passt. Sogar zu einem vermeintlichen Intimfeind hält er Kontakt.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Dortmunder Trainingslager in Bad Ragaz

Trotz aller Rivalität findet BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lobende Worte für Konkurrent Bayern München

Nach zahlreichen verbalen Auseinandersetzungen mit Bayern München in der Vergangenheit hat sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lobend über den deutschen Fußballmeister geäußert. "Die Bayern können mehr als doppelt so viel für Gehälter ausgeben, fast 100 Millionen Euro mehr, das sind zehn Ribéry. Und das haben sie sich hart erarbeitet. Über jahrzehntelange gute Arbeit", sagte Watzke der "Rheinischen Post".

Den BVB sieht Watzke mit dem neuen Trainer Thomas Tuchel in einer guten Ausgangsposition vor der neuen Bundesligasaison. "Borussia Dortmund hat das Titel-Gen. Wir haben in fast jedem Jahrzehnt Titel gewonnen. Und wir haben in der Mannschaft und im Verein immer Leute, die sich an den letzten zurückliegenden Titel noch gut erinnern können. Das gibt Selbstbewusstsein, da zu sein, wenn es passt. Andere haben das nicht", sagte Watzke

Watzke will da sein, wenn Bayern schwächelt

Idealerweise stehe der BVB direkt hinter den Münchnern. Watzke: "Wir wollen da sein, wenn die Bayern mal schwächeln. Aber wir haben andere Voraussetzungen als sie." Watzke fügte allerdings hinzu, dass es allein in Deutschland zehn Millionen BVB-Fans gebe. "Das kann ganz schön pushen. Wenn der Verein ins Rollen kommt, entwickelt er eine unfassbare Stärke."


Auch zu Ex-Trainer Jürgen Klopp äußerte sich der 59-Jährige. "Jürgen Klopp ist für jeden Topverein ein Kandidat. Klopp und Bayern, das würde zu 100 Prozent gut gehen", so Watzke. "Bei Bayern kannst du ja auch nicht so viel falsch machen. Meister werden die sowieso. Unsere Freundschaft würde darunter überhaupt nicht leiden", sagte Watzke, der auch angab, Kontakt zu Uli Hoeneß, dem ehemaligen Bayern-Präsidenten, zu haben. "Grundsätzlich habe ich mich mit ihm immer gut in der Sache streiten können. Das war für viele womöglich sehr unterhaltsam. Aber wir sind uns immer mit Respekt und offenem Visier begegnet." Hoeneß sitzt wegen eines Steuervergehens in Haft.


mod / DPA

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