HOME

Stern Logo Bundesliga

Reaktionen auf Elfmeterposse: "Im Abstiegskampf zählen Punkte, keine Sympathie"

FCA-Keeper Marwn Hitz trampelte am Wochenende kurz vor einem Elfmeter für Köln auf dem Punkt herum, Modeste rutschte beim Schuss aus und Hitz parierte. Im Netz erntet er dafür viel Kritik - aber auch Beistand. 

FC-Augsburg-Torwart Marwin Hitz im Spiel gegen den 1. FC Köln

FC-Augsburg-Torwart Marwin Hitz bewirbt sich mit seiner "Elfmeterpunkt-Killer"-Aktion nicht gerade um den Fairplay-Award

Marwin Hitz vom FC Augsburg hat für den großen Aufreger des Bundesliga-Wochenendes gesorgt. Direkt bevor Köln-Stürmer Anthony Modeste zum Elfmeter antrat, bohrte und trampelte er mit dem Fuß auf dem Punkt herum - direkt neben dem Schiedsrichter, der davon anscheinend nichts mitbekam. Modeste rutschte tatsächlich aus und Hitz konnte parieren. Am Ende gewann Augsburg mit 1:0.

Zugegeben, der Elfmeter war unberechtigt: Philipp Hosiner hatte sich den Strafstoß mit einer Schwalbe erschlichen. Dennoch gibt es viele kritische Stimmen im Netz zu der Aktion des FCA-Keepers.


Den meistgenutzten Hashtag prägte Ex-Profi Christoph Metzelder:


Die meisten Reaktionen waren dem Torwart nicht gerade wohlgesonnen. Die Aktion, die sie im folgenden Video noch einmal sehen, wurde von den meisten Nutzern als grobe Unsportlichkeit gewertet.

Goalkeeper destroys the pitch near the penalty spot with his spikes to make the penalty taker slip

Posted by Greatest Sporting Moments on Sunday, December 6, 2015


Dieser Nutzer findet recht drastische Worte:


Und Sport-1-Mann Markus Höhner denkt an die Kinder:


Zwar kommt Hosiner für seine Schwalbe nicht überall so schlecht weg wie Keeper Hitz, in dem ein oder anderen Tweet wird aber auch er erwähnt:

Hier wird gleich der Bogen zu dem unfairen Handtor von Hannovers Leon Andreasen vor wenigen Wochen gespannt:

Dass für das Fachblatt "Kicker" in Sachen "Elf des Tages" nur die Leistung auf dem Platz zählt, zeigt dieser Nutzer auf:


Aber nicht alle gehen mit Hitz so hart ins Gericht. Manch einer bemüht sich darum die Hintergründe seiner Aktion zu verstehen:

Wie dicht zwei unterschiedliche Auffassungen beieinander liegen können, will dieser Tweet verdeutlichen.

Auch der 1. FC Köln als Gegner meldete sich zu der Aktion zu Wort. Beim Sender "Sky" sagte Jörg Schmadtke:


Und der "Übeltäter" selbst? Hitz sagte zunächst, er habe "ein bisschen gestampft". Und es sei ja "keine Schande, wenn man da ein bisschen rumspielt". Es sei ja auch nur "in der Hitze des Gefechts" geschehen. Um dann noch hinterherzuschieben: "Es ist nicht die fairste Aktion, das muss ich zugeben." Und: "Ich würde es nicht noch mal machen, das bin nicht ich."

fin

Wissenscommunity