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Proteste bei Bayern München: Wenn Fans blau sehen

Der FC Bayern zerfleischt sich selbst. Die Fans des FC Bayern gehen in die Offensive und Uli Hoeneß ist das Opfer. Mit Schmähplakaten attackieren sie den Präsident beim Bundesligaspiel gegen Mönchengladbach aufs Schärfste. Der Bayern-Vorstand fordert Konsequenzen. Worum es bei dem Drama wirklich geht.

Von Elisabeth Schlammerl, München

Es ist ruhig beim FC Bayern München, aber nur nach außen hin. Denn hinter verschlossenen Türen wird derzeit vermutlich eifrig getagt. Dabei geht es ausnahmsweise nicht um die Mannschaft oder den Trainer, denn sportlich scheint der Rekordmeister das letzte verbliebene Ziel, den dritten Platz, zu schaffen, sondern um die Fans. Die hatten mit ihren Schmähplakaten und einer ungewöhnlich scharfen Attacke gegen Präsident Uli Hoeneß am Rande des Bundesligaspiels am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach für Aufruhr gesorgt.

Mit Ausnahme des Sportdirektors wollte sich auch zwei Tage danach niemand aus der Führungsetage zu den Vorkommnissen äußern. Christian Nerlinger nannte das Verhalten "eine Schande für den FC Bayern". Man müsse überlegen, "wie wir reagieren", sagte er. Auf keinen Fall, so ist aus Vereinskreisen zu hören, wolle man voreilige Sanktionen aussprechen, sondern wohl überlegt vorgehen. "So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen, der Bayern seit Jahrzehnten auf Erfolgskurs hält", ließ Ehrenpräsident Franz Beckenbauer via "Bild" wissen.

Die Bayern traf der Protest am Samstag nicht wie aus heiterem Himmel. Jener gegen eine Verpflichtung des Schalker Torhüters Manuel Neuer existiert ja schon länger. Beim Pokalduell der beiden Teams Anfang März war es in der Münchner Arena zu einer der größten öffentlichen Aktionen gegen eine Spieler-Verpflichtung in der Geschichte der Bundesliga gekommen. Dass sich die Fans gegen die Hilfe für den Nachbarn TSV 1860 wehren würden, damit war nach den Vorfällen in den Tagen zuvor zu rechnen. Ein paar Anhänger der Münchner "Löwen" hatten das Servicecenter der Bayern mit Farbe besprüht, weil auch bei manchen "Blauen" die Rivalität mit den "Roten" den gesunden Menschenverstand verdrängt hat. Die Verantwortlichen beim FC Bayern haben von einer Fanaktion gewusst, wenngleich wohl nicht, dass Hoeneß derart scharf attackiert werden würde.

Es geht ums Prinzip und um Einfluss

Der Fan-Aufstand ist damit aber nicht beendet. Die "Schickeria München", die nicht zu den eingetragenen Fanclubs des FC Bayern gehört, jedoch großen Einfluss in der Szene hat, veröffentlichte einen offenen Brief auf ihrer Homepage. Darin wird ein "moralisches Veto" für die "engagiertesten Mitglieder" bei Themen wie der "Rettung der Blauen" oder der "Verpflichtung von Schalke-Ultra Neuer" gefordert. Es gebe Dinge, heißt es, "die TABU sind und es bleiben sollten."

Dass sich die Proteste in der Fankurve des FC Bayern am Samstag ausgerechnet auf Uli Hoeneß konzentriert haben, ist auf der einen Seite ungewöhnlich, weil der langjährige Manager und jetzige Präsident wie kein anderer den Verein verkörpert, direkter Ansprechpartner für die Anhänger ist und sich regelmäßig mit Fanclub-Vertretern trifft.

Auf der anderen Seite lässt sich die persönliche Attacke gerade mit dieser ungewöhnlichen Beziehung erklären. Hoeneß hatte erst im vergangenen November bei der Jahreshauptversammlung versichert, den TSV 1860 nicht mehr finanziell zu unterstützen. Die Hilfe für den maroden Lokalrivalen werten die Fans deshalb als Affront. Der verärgerte Bayern-Anhang will dabei weder erkennen, dass gar kein Geld an den Nachbarn fließt, sondern die Schulden nur gestundet werden, noch einsehen, dass eine Löwen-Insolvenz einen erheblichen Verlust bedeutet hätte: jährlich 4,5 Millionen Euro weniger Mieteinnahmen und dazu die Einbußen beim Verkauf der Logen. In München geht es nun vor allem ums Prinzip und um Einflussnahme. Die Macht der Fans macht auch vor dem mächtigen FC Bayern nicht halt.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(