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Zu wenig gelaufen: Magath verhängt Geldstrafen gegen Stürmer

Der Wolfsburger Trainer Felix Magath hat gegen seine beiden Stürmer Patrick Helmes und Mario Mandzukic Strafen von je 10.000 Euro verhängt. Der Grund für diese Maßnahme dürfte den meisten Fans eher skurril erscheinen.

Felix Magath hat seinen Ruf als harter Hund mit einer drastischen Maßnahme untermauert. Der Trainer des VfL Wolfsburg soll nach übereinstimmenden Berichten des "Kicker" und der "Bild" die VfL-Profis Patrick Helmes und Mario Mandzukic zu einer Geldstrafe von jeweils 10.000 Euro verdonnert haben. Magath war demnach mit der Laufleistung der Stürmer bei der 1:4-Pleite des VfL in Mönchengladbach nicht zufrieden. Der Fußball-Bundesligaclub und der Coach wollten den Vorfall zunächst nicht kommentieren.

Magath hat auch als Trainer bei anderen Clubs Geldstrafen gegen Profis verhängt, die sich nach seiner Auffassung nicht an Vorgaben gehalten haben. Eine Strafe wegen "Lauffaulheit" gilt aber als ungewöhnlich und ist nach Ansicht der Spielervertretung VDV rechtlich umstritten. "Spieler haben bei solchen Dingen im Allgemeinen sehr gute Chancen, sich dagegen juristisch zu wehren. Überhaupt stehen Geldstrafen auf tönernen Füßen", erklärte am Montag Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV).

Baranowsky betonte, den aktuellen Wolfsburger Fall nicht im Detail zu kennen. Dort ist Ex-Nationalspieler Helmes bei Magath in Ungnade gefallen. Nachdem der Versuch gescheitert war, den Angreifer zu verkaufen, durfte der Ex-Leverkusener vorigen Freitag nicht mit der Mannschaft trainieren. Helmes musste ein separates Lauftraining absolvieren. "Er hat noch läuferische Defizite. Deshalb werden wir jetzt weiter daran arbeiten, dass er in Form kommt", sagte Magath auf der VfL-Homepage. "Natürlich hat er aber die Chance, bald in den Kader zurückzukehren", fügte er hinzu.

tkr/DPA / DPA

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