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BVB: Armbänder gegen leere Kassen

Borussia Dortmund bekommt jetzt Hilfe von Prominenten. Ihr Plan: Möglichst jeder der fünf Millionen Fans soll ein Armband oder eine Sitzschale kaufen und so Geld in die leeren BVB-Kassen spülen.

In Dortmund ist die "BVB Fans & Freunde GbR" gegründet worden. Unter den 21 Mitgliedern sind auch WDR-Intendant Fritz Pleitgen und NRW-Wirtschaftsminister Harald Schartau (SPD), wie die Initiatoren mitteilten.

Größtes Vorhaben und "einer der Kernpunkte der Sammelaktivitäten", ist der Kauf der Namensrechte für das Westfalenstadion von der börsennotierten Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Diese sollen so vermarktet werden, dass der Name des Westfalenstadions erhalten bleiben kann, planen die prominenten Unterstützer. Nähere Angaben zu den Plänen wurden aber noch nicht gemacht. BVB-Großaktionär Florian Homm sprach sich indes dafür aus, das Westfalenstadion anders zu vermarkten. "Dass man nicht stärker daran arbeitet, einer der meistbesuchten Arenen Europas einen Sponsor-Namen zu geben, halte ich für falsch", sagte Homm in einem Interview mit "Spiegel Online".

Sammelaktion bei Unternehmen und Fans

"BVB Fans & Freunde GbR" geht es vor allem darum den Verein mittel- und langfristig wieder auf eine gesunde Basis zu stellen. "Das bedeutet natürlich zwangsläufig, dass wir auch bei der Lösung der drängenden, kurzfristigen Finanzproblematik helfen", hieß es. So soll das Spendensammeln bei Unternehmen, Fanclubs und jedem einzelnen Fan zur vordringlichsten Aufgabe der Initiative werden. Demnächst soll es Freundschafts-Armbänder geben, die "möglichst jeder" der fünf Millionen BVB-Fans tragen soll. Dauerkartenbesitzer sollen zudem ihre bald zu ersetzenden Sitzschalen mit Namen und genauen Platzangaben als Souvenir kaufen können. Auch die Herausgabe einer Musik-CD ist geplant. Sie soll das Vereinslied "Wir halten fest und treu zusammen" enthalten.

Geld für Jugendarbeit

Mit dem Geld soll auch die Jugendarbeit gefördert werden. Über eine gemeinnützige Stiftung sollen die Gelder unter anderem dem vom Verein geplanten Jugend-Internat zu Gute kommen. Ziel sei es, den Profikader mit vielen Spielern aus der Region zu besetzen, und somit den BVB wieder stärker in der Bevölkerung zu verankern.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dankte der Gruppe für ihre Hilfe. "Wir begrüßen die Initiative. Das sind honorige Menschen mit ehrlichen Motiven", sagte er. Zugleich mahnte er: "Was wir aber nicht brauchen, ist ein weiteres Sprachrohr des BVB in der Öffentlichkeit, das alle drei Tage neue Ratschläge erteilt."

DPA / DPA

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