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Champions League Arsenal schlägt Dortmund mit 2 -1


Borussia Dortmund begann vielversprechend, doch nach zwei frühen verletzungsbedingten Wechseln verlor die Borussia den Faden und letztlich gewann die Mannschaft, die mehr Torgefahr heraufbeschwören konnte. Wieder einmal machte Robin van Persie der entscheidenden Unterschied in einem schwachen Champions League-Spiel.

Borussia Dortmund ist in der Champions League so gut wie ausgeschieden. Durch das 1:2 (0:0) beim FC Arsenal ist Borussia Dortmund am letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Vor 59.531 Zuschauern im Emirates Stadium sorgte Arsenals "Goal machine" Robin van Persie mit einem Doppelpack (49./86.) für große Enttäuschung beim BVB. Das 1:2 durch Shinji Kagawa (90.+2) kam zu spät.

Never change a winning team

Bei Arsenal war der zuletzt fehleranfällige Per Mertesacker dabei, neben ihm Thomas Vermaelen. Andre Santos spielte links in der Viererkette, Laurent Koscielny auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition. Der Gast aus Dortmund lief mit derselben Aufstellung wie bei den Bayern auf. Ivan Perisic und Lucas Barrios saßen somit zunächst auf der Bank.

Dortmund kam besser in die Partie, zeigte sich zweikampfstärker und mit mehr Zug zum Tor. Der letzte Pass gelang den Borussen allerdings nicht, sodass die Angriffe an der Strafraumgrenze meist endeten. In der Folge standen weniger sportliche Dinge, als Verletzungsunterbrechungen im Mittelpunkt. Zunächst musste Sven Bender, nachdem er von Vermaelen unglücklich im Gesicht getroffen wurde, ausgewechselt werden (25.). Aber es kam noch dicker, Mario Götze musste ebenfalls raus, er hatte sich eine Verletzung am Knie zugezogen (29.). Moritz Leitner und Ivan Perisic hieß das neue Personal.

Dortmund lässt nach

In der Folge verlor Dortmund die Ruhe und Sicherheit im Spiel. Arsenal war nun die bessere Mannschaft, konnte aber ebenfalls kein Kapital aus der besseren Spielanlage schlagen. Die beste Halbchance hatte Arsenal kurz vor der Pause. Aaron Ramsey spielte Theo Walcott an der rechten Flanke frei, der spielte den Ball in die Mitte, wo sich Roman Weidenfeller in die halbhohe Flanke warf und so eine echte Chance verhinderte (44.). Dortmunds gefährlichste Aktion der ersten Hälfte war ein Fernschuss von Lewandowski, der allerdings aus 27 Metern links am Tor vorbei zog.

Auch in Hälfte zwei legte Dortmund gut los, doch nach zwei guten Angriffen setzte Alex Song ein Ausrufungszeichen. Der Mittelfeldspieler dribbelte sich gegen Lukas Piszczek und Sebastian Kehl durch, chipte den Ball in den Strafraum, wo Robin van Persie zur 1:0-Führung für den Gastgeber einköpfte (49.). Die Borussia schien nun den Glauben zu verlieren. Die BVB-Akteure kamen nun meist einen Schritt zu spät. Die nächste Möglichkeit vergab Arsenal.

Arsenal kontert, Dortmund ohne Mittel 

Van Persie hatte zu Ramsey gepasst, der dann in den Lauf von Gervinho gespielt hatte. Felipe Santana hob das Abseits auf und Gervinho eilte allein auf Weidenfeller zu, ließ sich aber so viel Zeit, dass Hummels ihm den Ball vom Fuß spitzeln konnte (60.). Dortmund steigerte sich nur in Bezug auf die Harmlosigkeit, welche die Truppe von Jürgen Klopp an den Tag legte.

Arsenal tat nicht mehr als nötig, wollte das zweite Tor durch schnelle Konter erreichen, spielte diese aber nicht konsequent aus. Das zweite Tor für die Gastgeber wurde dann auch nach einer Ecke erzielt. Vermaelen setzte sich am kurzen Pfosten gegen Hummels durch und van Persie konnte am zweiten Pfosten einschieben (86.). Der Anschlusstreffer durch Shinji Kagawa kam letztlich zu spät (90.).

Kaum Torgefahr der Borussia

Es blieb beim 2:1 für Arsenal, das man durchaus als verdient bezeichnen kann, denn der BVB agierte nur zwanzig Minuten mit dem Engagement, das er in London über die gesamte Spielzeit benötigt hätte und zuletzt gegen München zeigte. Arsenal hatte das, was den Gästen heute abging, die Truppe von Arsene Wenger konnte auch Torgefahr entwickeln.

Michel Massing 

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