HOME

Champions League: Bayern glänzt - Werder holt Auswärtspunkt

Während die Bayern ihre Siegesserie in der Champions League auch gegen Juve fortsetzten, reichte es für die Norddeutschen bei Udinese Calcio nur zu einem Teilerfolg.

Der FC Bayern München hat Juventus Turin nach allen Regeln der Fußball-Kunst entzaubert und steuert auf den Gruppensieg in der Champions League zu. Ein Jahr nach den beiden 0:1-Niederlagen gegen den italienischen Rekordmeister revanchierten sich die Bayern am Dienstagabend mit dem 2:1 (2:0)-Sieg im Stile eines Titelanwärters.

Sebastian Deisler (32.) und der überragende Martin Demichelis (39.) erzielten vor 66.000 begeisterten Zuschauern die Tore für die Münchner, die ihre bisher beste Saisonleistung boten und erst in der 90. Minute durch Zlatan Ibrahimovic den ersten Gegentreffer in der Allianz Arena kassierten. Nach drei Siegen ist das Team von Felix Magath klar auf Achtelfinalkurs und kann als Tabellenführer der Gruppe A am 2. November beruhigt zum Rückspiel ins Stadion delle Alpi fahren.

"Der Sieg ist verdient"

"Wir wollen nicht wie im letzten Jahr als Zweiter, sonder als Erster ins Achtelfinale, um im zweiten Spiel zu Hause antreten zu können. Da war dieser Sieg besonders wichtig", freute sich Magath über weitere drei Punkte. Der Coach bemängelte nur die ungenügende Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Der Sieg ist verdient, aber nicht hoch genug ausgefallen. Wir haben es versäumt, das eine oder andere Tor mehr zu machen."

Eine Unachtsamkeit kurz vor Spielende Werder Bremen den schon sicher geglaubten ersten Champions League-Sieg dieser Saison gekostet. Mit dem 1:1 (0:0) bei Udinese Calcio wahrte der Bundesliga-Spitzenreiter am Dienstagabend zwar seine letzte Chance auf die anvisierte Achtelfinal-Qualifikation, doch der erhoffte Befreiungsschlag in der Königsklasse blieb aus.

"Wir waren nicht durchschlagskräftig genug"

Vor gut 20.000 Zuschauern im Friuli-Stadion hatte der Brasilianer Felipe (64. Minute) mit einem Eigentor die Norddeutschen vorübergehend in Führung gebracht, doch der späte Ausgleich durch Antonio Di Natale (86.) hilft den Italienern (4 Punkte) im Kampf ums Weiterkommen viel mehr als Werder (1).

"Wir waren nicht durchschlagskräftig genug", stellte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs nach der Partie selbstkritisch fest. Und ergänzte: "Es hat sich bewahrheitet, dass man gegen so eine Mannschaft Geduld haben muss. Schade, dass wir kurz vor Schluss noch den Ausgleich kassiert haben."

Zielstrebigkeit fehlte

Die Bremer begannen konzentriert, um nicht wie zuletzt in Athen (1:2) frühzeitig in Rückstand zu geraten. Einige Male versuchten sie über die rechte Seite mit dem erstaunlich offensiven Nationalspieler Patrick Owomoyela die Stürmer Miroslav Klose und Nelson Valdez, der den gesperrten Ivan Klasnic ersetzte, in Szene zu setzen. Gute Einschussmöglichkeiten stellten sich aber nicht ein: Werders Aktionen waren zwar gefällig waren, ihnen fehlte aber die Zielstrebigkeit.

DPA / DPA

Wissenscommunity