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CHAMPIONS LEAGUE: Bayern souverän ins Viertelfinale

Der FC Bayern München hat seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit in der Champions League mit einer abgeklärten Vorstellung gewahrt und sich vorzeitig einen Platz im Viertelfinale gesichert.

Mit einer abgeklärten Vorstellung hat der FC Bayern München seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit in der Champions League gewahrt und vorzeitig einen Platz im Viertelfinale gebucht. Dank des 0:0 vor 67 000 Zuschauern im ausverkauften Old Trafford-Stadion bei Manchester United blieb der Titelverteidiger am Mittwochabend zum 17. Mal in Folge in der Königsklasse des europäischen Fußballs ungeschlagen und sicherte sich die UEFA-Prämie von 2,7 Millionen Euro fürs Weiterkommen.

Im Kampf um den ersten Platz in der Zwischenrunden-Gruppe A haben die Engländer dank des gewonnenen direkten Vergleichs allerdings nun die besseren Karten gegenüber dem deutschen Rekordmeister, der zu Hause gegen »ManU« ein 1:1 erreicht hatte. In der letzten Runde am kommenden Dienstag empfängt der FC Bayern den FC Nantes, während Manchester bei Boavista Porto antreten muss.

Souveräne Leistung der Bayern

Auch bei der vierten Auflage des Fußball-Klassikers seit ihrer unglücklichen Final-Niederlage 1999 in Barcelona überzeugten die Bayern mit einer souveränen Leistung. Als stabilisierend für die Defensive erwies sich die Rückkehr der in der Bundesliga gesperrten Samuel Kuffour, Robert Kovac und Bixente Lizarazu. Der französische Weltmeister entschied das Duell gegen David Beckham für sich und hinderte den englischen Nationalspieler einmal mehr an seinen gefürchteten Flankenläufen. Im Deckungszentrum degradierte Kovac Ruud van Nistelrooy, mit acht Toren bisher bester Schütze der Champions League, eine Stunde lang zum Statisten. Erst dann sorgte der Niederländer zwei Mal für Gefahr vor Oliver Kahn.

Bayerns Stürmer schwach

Während Jens Jeremies mit seiner Zweikampfstärke imponierte und Owen Hargeaves unter den Augen des englischen Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson eine engagierte Leistung bot, wechselten bei Stefan Effenberg Licht und Schatten. Der 33-Jährige wollte mit einer starken Leistung ein Zeichen setzen und ging auch keinem Zweikampf aus dem Weg, doch fanden die Pässe und Freistöße des Regisseurs nicht immer den richtigen Adressaten. Einziges Manko bei den Münchnern war die Schwäche der Stürmer, die sich im Strafraum des Gegners nicht energisch genug in Szene setzten.

Eine Halbzeit lang hatten beide Torhüter kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen, und wurden nur durch Rückgaben ihrer Vorderleute beschäftigt. Nur zwei Mal in 45 den ersten Minuten verbreiteten die Angreifer so etwas wie Torgefahr: In der 23. Minute zielte Ryan Giggs nach einem Solo im Münchner Strafraum am Tor von Kahn vorbei. Auf der Gegenseite prüfte Claudio Pizarro, der von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld in der Startelf überraschend den Vorzug vor Giovane Elber erhalten hatte, Schlussmann Fabien Barthez aus 16 Metern.

ManU zunächst schwungvoller

Mit wesentlich mehr Temperament startete vor allem der Tabellenführer der Premier League in den zweiten Spielabschnitt und setzte die Bayern unter Druck. Giggs und Juan Veron, die vor der Pause kein Mittel gegen die mit kluger Raumaufteilung operierenden Gäste gefunden hatten, erhöhten nun das Tempo. Mit einer Glanzparade verhinderte Kahn (48.) beim Flachschuss von Giggs den drohenden Rückstand. Doch die Münchner blieben die Antwort nicht lange schuldig. Mit einem Reflex vereitelte Barthez bei Pizarros Kopfball (63.) einen Treffer. Auf der Gegenseite rettete Kahn mit der Faust gegen van Nistelrooy (64.).

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