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Champions League Klarer Heimsieg für Real Madrid gegen Ajax


Ajax startete in Madrid gut. Aber der ideale Konter fürs Lehrvideo brachte Real Madrid über sieben Stationen in Führung. Der Rest war Formsache.

Ohne Jose Mourinho, aber auch ohne Mühe hat Real Madrid seinen Heimauftakt in der Champions League gegen Ajax Amsterdam mit 3:0 gewonnen. Obwohl die Gäste anfangs ebenbürtig auftraten, sorgten brillant herausgespielte Tore von Cristiano Ronaldo (25.), Kaká (41.) und Karim Benzema (49.) für einen klaren Erfolg der Madrilenen.

Frank de Boer bot die gleiche Startelf auf wie beim Topspiel der Eredivisie am Wochenende gegen Twente (1:1). Bei Real Madrid hingegen gab es einige Änderungen gegenüber dem 6:2 im Stadtderby gegen Rayo Vallecano. Neben dem Platz hatte Aitor Karanka die Verantwortung, weil Mourinho immer noch gesperrt ist. Für den auch gesperrten Marcelo spielte Álvaro Arbeloa links hinten, Ricardo Carvalho kam für Raúl Albiol in die Innenverteidigung, wo die Routine des Portugiesen neben dem jungen Raphael Varane gefragt war.

Sami Khedira, wieder fit, verdrängte Lassana Diarra im defensiven Mittelfeld wieder auf die Bank, Karim Benzema erhielt im Sturm den Vorzug vor Gonzalo Higuaín, vor allem aber musste Ángel di María weichen, weil Mesut Özil, Kaká und Cristiano Ronaldo eine sehr flexible offensive Dreierreihe hinter Benzema bildeten. Das funktionierte nach einer anfänglichen Findungsphase, in der Ajax Iker Casillas mit zwei gefährlichen Schüssen durch Christian Eriksen und Siem de Jong geprüft hatte, dann auch sehr gut.

Der perfekte Spielzug

Wann immer eine Gastmannschaft im Estadio Santiago Bernabéu mutig auftritt, ohne die daraus entstehenden Spielanteile in Tore ummünzen zu können, setzt sie sich dem Risiko aus, in schnelle Konter der Madrilenen zu laufen. So auch in der 25. Minute, in der ein wunderbarer Spielzug über sieben Stationen im 1:0 durch Cristiano Ronaldo mündete. Özil leitete die Kombination ein, Ronaldo und Kaká spielten einen Doppelpass, bevor erneut Özil den rechts gestarteten Benzema bediente. Dessen scharfe Hereingabe verwertete Ronaldo. Das alles bei so hoher Geschwindigkeit, dass kein Ajax-Spieler irgendeine Chance hatte, einzugreifen.

Demgegenüber war das 2:0 kurz vor der Pause wesentlich direkter herausgespielt. Xabi Alonso schlug einen hohen Ball aus der eigenen Hälfte auf den linken Flügel, wo Ronaldo das Leder mit perfekter Ballannahme kontrollierte und Kaká bediente, der aus 16 Metern flach abschloss. Diesmal war der Raum überbrückt worden, um Ajax auszuhebeln, beim ersten Tor entschied das hohe Tempo der Ballverarbeitung.

Zwar war das Auftreten der Niederländer in der ersten Spielhälfte in Ansätzen sehr positiv gewesen, aber drei Minuten nach Wiederanpfiff war das Spiel endgültig entschieden. Wieder schlug Xabi Alonso einen hohen Ball diagonal nach links, diesmal von Arbeloa angenommen. Der setzte Kaká ein, der Brasilianer legte weiter auf Benzema, und der Stürmer schloss ab. Game over.

Der starke Kaká hätte Mitte der zweiten Halbzeit nach einer tollen Vorarbeit von Özil auch noch auf 4:0 erhöhen können, verfehlte das Tor von Kenneth Vermeer knapp. Am Ende egal, denn auch so steht Madrid in der Gruppe D praktisch schon mit einem Bein im Achtelfinale, bevor die beiden Spiele gegen den ehemaligen Angstgegner Olympique Lyonnais (4 Punkte) anstehen. Für Ajax geht es derweil darum, gegen Dinamo Zagreb vier bis sechs Punkte zu machen. Mit der Leistung der ersten halben Stunde von Madrid sollte das kein Problem sein.

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