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Champions League: Messi und Sánchez zu gut für Bayer

Der FC Barcelona setzt seinen Spaziergang durch die Champions-League fort. Dabei brillierte einmal mehr Lionel Messi. Alexis Sánchez trifft doppelt, Gerard Piqué musste dagegen zuschauen.

Josep Guardiola ist ein Mann der jederzeit unter Vollstrom steht. Das deutsche Publikum konnte sich davon gestern einen guten Eindruck verschaffen. Trotz der beruhigenden 3:1-Führung seines Teams gegen Bayer Leverkusen, kurz vor Ende des Spiels, stand Guardiola wild gestikulierend am Rande seiner Coaching Zone und gab seinen Spielern Anweisungen. Zurücklehnen und genießen ist nicht das Ding des Barca-Trainers, besonders nicht in diesen Tagen.

Champions League-Lust gegen Liga-Frust

Seine Spieler müssen sich derzeit genau diesen Vorwurf gefallen lassen. In der Primera Division beträgt Barcelonas Rückstand auf Real Madrid nach der 2:3 Niederlage bei CA Osasuna bereits zehn Punkte. In der spanischen Presse war von fehlendem Erfolgshunger die Rede, es wurde fast schon der Abgesang des Barca-Zaubers eingeleitet.

Doch in der Champions-League kann sich Guardiola auf seine Profis verlassen. Superstar Lionel Messi führte sein Team mit einer Gala-Vorstellung fast im Alleingang zum Sieg und führte damit das Gerede über die Krise des Titelabonnenten ad absurdum.

"Engel" Messi und Doppeltorschütze Sánchez überragend

Das 1:0 leitete Messi mit einem sehenswerten Anspiel auf Alexis Sánchez ein und brachte Barcelona damit auf die Siegerstraße. Das dritte Tor erzielte er dann kurz vor Schluss selbst. Es war bereits Messis siebter Treffer im laufenden Wettbewerb – damit führt er die Torschützenliste vor Mario Gomez (6 Treffer) an.

In der Heimat schlug die Schelte in Lob um. "Messi spielte wie ein Engel“, kommentierte etwa die Zeitung "El Periódico de Catalunya“. Allen Kritiken zum Trotz setzte das Starensemble seinen Spaziergang durch die Champions League auch im Achtelfinal-Hinspiel gegen Leverkusen fort.

Makellose Bilanz in Europa

In den bisherigen sieben Partien auf europäischer Bühne gab es bei einem Unentschieden gegen den AC Mailand ausnahmslos Siege und imposante 23 Barca-Treffer. "Das Team hat bewiesen, dass es im Europapokal einen neuen Chip einlegen kann“, befand Messi und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Mit Doppeltorschütze Alexis Sánchez traf bereits der neunte Profi im laufenden Wettbewerb - ein Indiz für die große Homogenität innerhalb der Mannschaft. Auf ein Extralob für den zu Saisonbeginn verpflichteten Chilenen verzichtete Guardiola jedoch: "Wir haben ihn verpflichtet, damit er solche Tore schießt.“

Piqué auf die Tribüne verbannt

Auch Nachwuchsprofi Isaac Cuenca,durfte gestern Champions-League Luft schnuppern. Guardiola will den Konkurrenzkampf weiter schüren, dies bekam gestern Gérard Piqué zu spüren. Der Innenverteidiger fehlte im Aufgebot. "Er hat keinen Grund, sauer zu sein", kommentierte Guardiola, "ich kann nur 18 Spieler nominieren.“

Der Trainer ist in der glücklichen Lage, auf einen Fundus an Talenten zurückgreifen zu können. Das erhöht die Chance, das der Club auch in der heimischen Liga zumindest im nächsten Jahr wieder an alte Erfolge anknüpfen kann.

sportal.de / sportal

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